Mit dem Verlauf der Saison – der ersten als Meister notabene – ist SCL-Coach Heinz Ehlers «sehr zufrieden. Angesichts dessen, so der Däne, «dass wir zu Beginn Mühe hatten, in Fahrt zu kommen, ist es unglaublich, wo wir heute stehen». Nach der Niederlagen-Serie zu Saisonanfang habe sich Mannschaft toll aufgefangen und seither stabil gespielt. Dies wiederum zeuge von der Stärke und Substanz, die in diesem Team stecke. Primär betreffend Defensive ist der SCL der ganz klare Klassenprimus. Keine andere Equipe hat auch nur annähernd so wenig Gegentreffer einkassiert. 2,2 waren es im Schnitt. Definitiv ein grosses Verdienst auch von Goalie Marc Eichmann. Der 32-jährige Routinier, inzwischen ins erste NLB-Allstar-Team der Saison gewählt, verleiht seinen Kollegen enorme Sicherheit. Die Sicherheit, die wiederum die Leichtigkeit fördert, die nötig ist, um vorne zu treffen. Schliesslich sei es einfacher, ein Spiel zu gewinnen, wenn man nur zwei Gegentreffer kassiere als deren vier oder fünf, hält Ehlers dazu fest.

Effektives Trio

Trotzdem: «Wollen wir gewinnen, müssen wir auch skoren.» Diesbezüglich freut sich der SCL-Coach über die Rückkehr von Jeff Campbell. «Ich hoffe, dass meine erste Linie zu ihrer Effizienz zurückfindet», so Ehlers. In der Tat: Nebst der markanten Defensiv-Stärke führt der Weg zu erfolgreichen Playoffs für den SCL über ein effektvolles Trio Tschannen, Kelly, Campbell. Die drei waren im Verlauf der Qualifikation für rund 50 Prozent der SCL-Tore zuständig. Ein Fakt freilich, der das Team im Angriffsdrittel auch sehr berechenbar macht.

Weder schwach, noch stark

Vor der letzten Qualifikationsrunde kamen noch fünf Equipen als Viertelfinalgegner für Langenthal infrage – jetzt sind es die GCK Lions. So ziemlich das ultimative Horror-Los für jeden. Die kleinen Löwen sind weder wirklich sehr stark noch wirklich sehr schwach – aber jederzeit fähig, beides zu sein. Kommt hinzu, dass GC zuhause vor rund 270 Fans spielt – punkto Ambiance also der absolute Stimmungskiller. Keine einfache Umstellung für Teams wie Lausanne (Heimdurchschnitt 4485), Olten (3430), Visp (3051) oder La Chaux-de-Fonds (2529). Aber auch in Langenthal kamen heuer knapp 2000 Fans pro Heimspiel. «GC ist ein sehr unangenehmer Gegner», gibt Ehlers zu. Niemand, den man sich wünsche. Aber letztlich spiele es keine Rolle. «Schliesslich haben wir auf jeden Fall den Heimvorteil auf unserer Seite.» Vor sechs Jahren trafen die beiden Equipen letztmals im Viertelfinal aufeinander. Der SCL gewann damals die Quali – GC war Siebter. Trotzdem zogen die Zürcher in den Halbfinal ein. Man also gewarnt in Langenthal.

Alle Mann an Bord

Personell plagen Ehlers keine Sorgen. Mit Ausnahme des seit längerem rekonvaleszenten Manuel Holenstein sollten alle Spieler an Bord sein. «So wünscht man sich das», sagt Ehlers. Die Stimmung sei darum sehr gut und er zuversichtlich, dass es am Ende gut komme. «Die Tagesform wird aber eine grosse Rolle spielen.» Was mit Verteidiger Hans Pienitz (von Basel) und Stürmer Lukas Grauwiler (Rapperswil-Jona Lakers) die jüngsten Zuzüge anbelangt, so meint Ehlers, «dass sie uns in den Playoffs ganz bestimmt sehr helfen werden». Helfen, dass die Saison für den SCL noch lange dauert – für Ehlers und sein Team am liebsten so lang wie letztes Jahr.