Eishockey
Auf den EHC Olten wartet der erste grosse Charaktertest

Nun hat es den EHC Olten in diesen Playoffs also zum ersten Mal erwischt. Die Niederlage am Freitag in Martigny war nicht zwingend, weil Olten spielerisch klar besser war.

Stephan Felder
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Unter Druck: Oltens Stürmer Cédric Schneuwly an der Bande.

Unter Druck: Oltens Stürmer Cédric Schneuwly an der Bande.

Hansruedi Aeschbacher

Die Powermäuse verpassten es schlicht, aus ihrer optischen Überlegenheit echte Torgefahr zu kreieren. «Martigny spielte defensiv gut und verhinderte, dass wir aus dem Slot zum Abschluss kamen», analysiert EHCO-Stürmer Cédric Schneuwly das 0:1. Die Walliser hätten knallhart verteidigt, oft auch am Rande der Legalität. Wenn man aber auswärts nur einen Gegentreffer zulasse, so Schneuwly, «dann muss man eine Partie eigentlich gewinnen.»

Trotz der ersten Niederlage hat der EHC Olten noch immer viele Vorteile in dieser Halbfinal-Serie auf seiner Seite. Die Powermäuse führen mit 2:1 Siegen, sie haben im Kleinholz in diesen Playoffs weder gegen Visp noch gegen Martigny ernsthaft Mühe bekundet. Mit einem weiteren Heimsieg heute (17.30 Uhr, Kleinholz) würden sich die Powermäuse drei «Matchbälle» für den Einzug in den Playoff-Final erspielen. «Wir wissen, wie stark wir zu Hause sind mit unseren Fans im Rücken», sagt Schneuwly. Von diesem Selbstvertrauen könne die Mannschaft nur profitieren.

Lernen, einstecken zu können

Wichtig wird sein, dass Olten den direkten Weg aufs Tor trotz Martignys kompakter Defensive wieder findet. «Wir müssen lernen, mehr einzustecken», fordert Schnewuly deshalb von sich und seinen Kollegen, «und gleichzeitig müssen wir mehr austeilen.» Spätestens am Freitag in Martigny hat dieses Halbfinal-Duell eine stark physische Note erhalten. Und während Olten spielerisch besser ist als Red Ice, können die Unterwalliser mit ihrer Kampfkraft punkten.

Nur mit der Bereitschaft, blaue Flecken einzustecken, wird Olten sich gegen den ultradefensiven Gegner Torchancen erarbeiten können. «Nun folgt der erste grosse Charaktertest für unsere Mannschaft», sagt Schneuwly deshalb. Kann der EHCO auf die erste Playoff-Niederlage reagieren und zeigt er den Willen, den hart spielenden Walliser entgegenzuhalten, dann dürfte der Rückkehr zum Siegen in dieser Serie nichts im Wege stehen.

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