Auch die anderen Teams um den Strich herum holten Punkte. «Nein, es ist noch nicht vorbei», stellte Biberist-Trainer Vincenzo Salerno nach dem Spiel klar. «Es kann immer noch viele Überraschungen geben. Am Ende könnte auch dieser Punkt entscheidend sein.»

Vom Spielverlauf her mussten die Biberister mit dem Punkt zufrieden sein. «In der zweiten Halbzeit sind wir wegen der englischen Woche doch langsam auf dem Zahnfleisch gegangen», begründete Salerno das Nachlassen seiner Elf in der zweiten Halbzeit. Für beide Teams war es das dritte Spiel innert Wochenfrist. Biberist holte dabei nur diesen einen Punkt. Fünf Punkte ergatterte der FC Olten in diesen drei Partien. Mit der ersten Halbzeit zeigte sich Gäste-Trainer Salerno zufrieden: «Vor dem 0:1 liessen wir leider eine sehr gute Chance aus. Beim Gegentor sahen wir schlecht aus.»

Olten nur zwanzig Minuten vorne

Bereits in der sechsten Minute hatte der FC Biberist die grosse Chance zum perfekten Auftakt. Noah Thurnheer, der im Fünfer völlig frei zum Kopfball kam, hätte die Gäste in Führung bringen müssen, schien aber selbst überrascht von dieser Gelegenheit. Der FC Olten machte es deutlich besser und nutzte gleich die erste richtige Möglichkeit. Die Biberister liessen sich von einem schnellen, langen Einwurf von Miro Golob überlisten und Luca Schifferle vollendete zum 1:0. Etwas Glück war dabei, Biberists Goalie Moreno Blum und Verteidiger Nicolas Rüfli behinderten sich noch gegenseitig.

Captain Giovanni Gerardi hätte den Spielstand danach für den Stadtklub erhöhen können. In der 36. Minute schloss er einen Konter zu überhastet, und vor allem zu unplatziert ab. Zwei Minuten später sah er seinen Freistoss von Blum über die Latte gelenkt. Daraus entstand einer von vielen FCO-Eckbällen, und aus diesem ein schneller Gegenstoss der Wasserämter. Dario Emch stellte die FCO-Verteidigung für einmal ziemlich einfach mit einem hohen Zuspiel auf Petrit Krasniqi schachmatt. Dieser schloss mit einem satten Flachschuss zum 1:1 ab. Kurz vor der Pause vergab Marco Imbach per Kopf das zweite Gäste-Tor.

Auch Zaungast sah kein Tor mehr

In der zweiten Halbzeit war der FC Olten dann klar die tonangebende Mannschaft auf dem Platz. Die Gastgeber drückten auf den zweiten Treffer. Mario Panzeri per Kopf (63.) und zweimal der rechte Flügel Elio Arciresi – in der 65. Minute kam er Zentimeter zu spät gegen Goalie Blum, in der 70. scheiterte er erneut an diesem – kamen dem zweiten Treffer sehr nahe. Die beste Möglichkeit für den Game-Winner hatte aber 1:0-Schütze Luca Schifferle in der 77. Minute. Olten schaltete schnell um und die Nummer 17 konnte alleine auf Blum losziehen, spedierte den Ball aber am weiten Pfosten vorbei.

In der Schlussphase wurde das Derby dann noch hitzig. Der Unparteiische zückte einige gelbe Karten und auch Oltens Trainer Flavio Catricalà blieb nicht verschont. Er musste die letzten Minuten im wahrsten Sinne des Wortes als Zaungast verbringen. Tore sah er aber auch aus der Distanz keine mehr. Olten hat in fünf von sechs Rückrundenpartien gepunktet und liegt neu auf dem achten Platz. Punktgleich mit dem FC Wangen bei Olten (9.), der gegen Wettingen 2:2 spielte. Der FC Dulliken (12.) schlug zu Hause das Team Aargau U21 mit 2:0 und verkürzte dadurch den Abstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz auf zwei Punkte.