Eishockey NLB
Arrogante Oltner verlieren gegen Ajoie mit 2:4

2:4 gegen Ajoie – Oltens Trainer Colin Muller war nach der zweiten Auswärtsniederlage in Serie sauer. «Wir haben fast nichts gemacht, während Ajoie hart gearbeitet hat», so Muller.

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Der EHC Olten (hier Patrik Bloch, rechts) fand gegen Ajoie kein Rezept

Der EHC Olten (hier Patrik Bloch, rechts) fand gegen Ajoie kein Rezept

OT

Wie konnte dieses Ajoie, dessen 4:2 gegen Olten erst der zweite Saisonsieg war, nur die ersten fünf Meisterschaftsspiele verlieren? «Ganz einfach», so der einhellige Tenor unter den einheimischen Medienschaffenden, «weil unsere Mannschaft zuvor nicht annähernd an die Leistung gegen Olten herangekommen war.»

Tatsächlich dominierten die Jurassier die Partie über weite Strecken. Angeführt vom «Trio Infernale» Desmarais (2 Tore), Roy (1) und Barras (1) und abgesichert von einem glänzend disponierten Goalie Mischler kamen sie zu einer Vielzahl von Chancen – und mussten sich nur einen Vorwurf gefallen lassen: Dass sie nicht mehr Tore schossen.

Im ersten Drittel gings noch gut

Beispiel erstes Drittel. Schon da machte Ajoie das Spiel – aber die Oltner schossen das einzige Tor. Bezeichnenderweise in Überzahl. Chételats Strafe dauerte noch eine Sekunde, als Schwarzenbach einen Schuss Meisters unhaltbar ablenkte.

Beispiel erste doppelte Überzahl. Ganze 59 Sekunden konnten die Platzherren Ende Mitteldrittel/Anfang Schlussdrittel mit fünf gegen drei spielen, als erst Pargätzi und dann auch noch Bloch auf die Strafbank mussten. Doch es schaute nichts Zählbares heraus.

Keine Wende trotz glücklichem 2:2

Und prompt glichen die Oltner durch Sertich in der 44. Minute zum 2:2 aus. Doch auch dieser glückliche Treffer kippte den Match nicht. Im Gegenteil: An was lag es dann, dass die Oltner nicht auf Touren kamen? Trainer Colin Muller, der unmittelbar nach dem Match hinter verschlossenen Türen markige Worte an seine Mannschaft richtete, wirkte zuerst ratlos («ich weiss es nicht, da müssen Sie die Spieler fragen») und dann sichtlich verärgert.

«Der Unterschied zwischen dem Dienstagspiel gegen Visp und heute war wirklich markant. Wir haben fast nichts gemacht, während Ajoie hart gearbeitet hat. Vielleicht war auch ein bisschen Arroganz dabei. Aber wir haben auswärts schon gegen die schwächeren Basel und GCK Lions Mühe gehabt. Doch wenn man ein Topteam sein will, dann reichen gute Spiele zu Hause gegen die starken Gegner nicht.» (ot)