Hart erkämpft, aber teuer bezahlt mit zwei Ausschlüssen – Tobias Meier (Gelb-rot wegen Fouls) und Oezdemir (Revanche auf Tätlichkeit von Carlos Varela nach dem Spielschluss) – hat Solothurn den Punktgewinn in Köniz. «Dies kann ein ganz wichtiger Punkt sein», resümierte Solothurn-Trainer Roland Hasler. Vorerst schien wie gegen Schötz die zwölfte Minute die Glücksminute für die Besucher zu werden.

Lüthis Vorstoss über rechts legte Titton mit Übersicht für den zentral aufgerückten Veronica zurück – 1:0 für Solothurn. Doch ein Ballverlust von Dall’Agnol machte diese Führung in der 38. Minute zunichte. Sechs Minuten nach seiner Einwechslung nützte Tchouga diese Chance zum abgefälschten Ausgleichstreffer.

Ruhiger Anfang

Das Spiel begann unruhig. Die Solothurner machten den mit Altstars gespickten Bernern mit ihrem hartnäckigen Forechecking schwer zu schaffen. Diese Intensität verhinderte deren raumgreifenden Aufbau. Die vom jungen Schiedsrichter tolerierten Techtelmechtel wiegelten sich zuletzt in der hektischen Schlussphase mit ihrer emotionalen Aufladung zu den beiden Roten Karten nach Spielschluss auf.

Köniz gab sich mit einem Punkt nicht zufrieden. Die Einwechslungen ihrer Routiniers Tchouga (34) und Urdaneta (37) verstärkten ihr Offensivpotenzial. Auch in halbstündiger Unterzahl liessen die Gäste diese spielerische Substanz mit generösem Kampfgeist verwirken. «Es war ein guter Fight, wir konnten dem Gegner die Stirn bieten», hielt Hasler fest. Grossen Anteil daran hatten Büchli auf der Linie (85.) und Molina mit mirakulösen Paraden gegen Schweizer, Urdaneta und Sabanovic (86./87.).