An der Cross-Europameisterschaft in Velenje (Slowenien) war auch ein Langenthaler mit von der Partie. Der 22-jährige Adrian Lehmann (LV Langenthal) startete neben Christoph Ryffel (ST Bern) in der Kategorie U23 und lief auf den 62. Rang. Somit erreichte er die Vorgabe des Verbandes. Ebenfalls beeindruckt von Lehmanns Leistung ist sein Trainer Samuel Geissbühler: «Ich bin sehr zufrieden mit Ädu. Sein hoher Trainingsaufwand - Krafttraining und bis zu 170 km Rennen in der Woche - hat sich gelohnt. Man merkt, er hat Potenzial und kann sich noch steigern.» Auch Lehmann selbst zieht eine positive Bilanz aus der Cross-EM.

Wie haben Sie sich auf die Cross-EM in Velenje vorbereitet?

Adrian Lehmann: Ich habe mit den Vorbereitungen schon sehr früh angefangen. Beispielsweise habe ich im Sommer die Bahnsaison relativ früh beendet und nicht mehr speziell dafür trainiert. Dann vor rund zweieinhalb Monaten habe ich mich intensiv auf diesen Wettkampf vorbereitet. Die Selektionswettkämpfe waren dann eine gute Einstimmung.

Was waren Ihre Ziele für die EM?

Nun wir hatten vom Verband die Vorgabe eine Klassierung im zweiten Ranglistendrittel zu erreichen. Dies war auch in etwa mein Ziel, ich wollte Platz 50 erreichen.

Sind Sie trotzdem mit dem 62. Platz zufrieden?

Das ist schwierig zu sagen, ich stehe noch etwas zwischen Stuhl und Bank. Es war sicherlich eine gute Erfahrung. Wenn ich den Wettkampf nochmals bestreiten könnte, würde auf jeden Fall ein besseres Resultat herausschauen.

Wieso würde ein besseres Resultat herausschauen? Was würden Sie anders machen?

Also von der Vorbereitung her wahrscheinlich nicht viel. Jedoch würde ich mich am Start mehr behaupten und mutiger anlaufen. Zusätzlich würde ich resoluter versuchen, meine Linie zu halten, und mit der Konkurrenz wohl etwas härter umgehen, die Ellenbogen kämen mehr zum Einsatz.

Was nehmen Sie im Allgemeinen von dieser Cross-EM mit, was in Bezug auf Ihre Läufer-Karriere?

Also zum einen war ich sicherlich erstaunt über die hohe Dichte der Läufer. Ich hätte nicht erwartet, dass man so wenig Platz zum Laufen hat, man musste sich wirklich durchsetzten. Und zum anderen gibt es viele wichtige Dinge, die ich für die Zukunft mitnehmen kann. Ich konnte mir ein Bild des internationalen Niveaus machen und konnte sehr viel frische Motivation tanken.

Wie geht es für Sie jetzt weiter?

In den nächsten ein bis zwei Wochen werde ich erst einmal herunterfahren und alles Revue passieren lassen. Am 14. Januar steht dann der nächste Wettkampf an.