Er dreht mit dem Bike seine Runden über das weitläufige Festgelände in Messen. Ein Schwatz da, ein Funkspruch dort. Bei Marc Ritz ist alles im grünen Bereich. Bei seiner Dernière läuft alles nach Plan. Von Freitag bis Sonntag gab es keine besonderen Vorkommnisse. «Es sei den, ich müsste die gute Stimmung hervorheben», sagt Ritz sichtlich gut gelaunt. Für den 35-Jährigen war das Regionalturnfest der letzte Einsatz in seiner Funktion als technischer Leiter an einem Turnfest. Der Mittdreissiger geht quasi in Frühpension. Er übergibt den Posten seinen Nachfolgern. Künftig sollen sich zwei Personen die sportliche Verantwortung aufteilen. Das nächste Regionalturnfest findet 2016 in Bellach statt.

Belastung wurde immer grösser

«Ich bin etwas Amtsmüde geworden», gibt Marc Ritz zu. Die zeitliche Belastung begann an ihm zu zehren. «Irgendwann kam der Moment, wo ich Stopp sagen musste», so der Bauleiter in einem Architekturbüro in Biezwil und dreifache Familienvater. Über die Stunden und Tage, die er für sein Hobby aufgewendet hat, führte Ritz nie exakte Buchhaltung. «Es sind aber einige Freitage zusammenkommen.» Messen war das dritte Regionalturnfest nach Subingen (2009) und Biberist (2011) unter seiner Führung. Dazu kamen Aufgaben an mehreren Kantonalturnfesten.

In den sportlichen Unruhestand tritt Mark Ritz freilich nicht. Er ist nach wie vor im Vorstand des TV Biezwil und Jugendriegenleiter. «Dem Turnen habe ich sehr viel zu verdanken.» Nicht zuletzt lernte er bei den Leibesübungen seine Ehefrau Michèle kennen.

Ungute Erinnerungen an Biel

Rund 3000 Turnerinnen und Turner eiferten am Wochenende um Punkte und Platzierungen. Messen war für Ritz ein würdiger Abschluss. Das Fest wird einen festen Platz in seiner persönlichen Hitliste erhalten. In negativer Erinnerung bleibt bei ihm ohnehin nur ein Ereignis haften. Der verherrende Sturm am Eidgenössischen Turnfest in Biel im vergangenen Jahr hat bei ihm traumatische Spuren hinterlassen. «Als vergangenen Donnerstag bei den Vorbereitungen auf dem Festgelände plötzlich ein Gewitter im Anzug war, kamen ungute Gefühle auf.» Es war nicht mehr als eine Drohkulisse. Für Marc Ritz schien auf seiner Abschiedstour die Sonne in vollen Zügen.