Curling

Ambitionierte Teenager mit hohen Zielen: Maximilian Winz und Jan Iseli streben den Schweizer Junioren Meistertitel an

Maximilian Winz (l.) und Jan Iseli (r.) trainieren in der Tissot Arena in Biel hart für ihre hochgesteckten Ziele.

Maximilian Winz (l.) und Jan Iseli (r.) trainieren in der Tissot Arena in Biel hart für ihre hochgesteckten Ziele.

Nach der erfolgreichen vergangenen Saison haben sich die Solothurner Curlingspieler Max Winz und Jan Iseli auch in dieser Saison hohe Ziele gesetzt. Die Nachwuchstalente wollen in der Schweizer Junioren Meisterschaft den Titel holen und damit das Ticket für die Junioren WM 2021 in Peking lösen.

Der Gewinn des Schweizer Junioren Cups mit dem Knaben Team Solothurn-Biel, die Silbermedaille mit dem Mixedteam an den European Youth Olympic Festival in Sarajevo, in Bosnien – die 17-jährigen Curler Maximilian Winz und Jan Iseli können auf eine erfolgreiche vergangene Saison zurückschauen.

«Es war ein eindrückliches Jahr und wir nehmen viele positive Erfahrungen in die neue Saison mit», sagt Winz. Sich ausruhen wollen die Solothurner aber nicht. Im Gegenteil: Die grössten Curling-Talente der Schweiz der letzten Jahre sind hungrig nach weiteren Erfolgen.

Zum Auftakt der Saison haben Winz und Iseli auch bereits gezeigt, dass sie mit der internationalen Konkurrenz auf Jugendniveau mithalten können. An den EJCT (Europäischen-Junioren-Champion-Tour) in St. Gallen entschieden die Solothurner zusammen mit Nathan Weber und Ilian Meyer den kleinen Final gegen Deutschland mit 9:2 für sich und belegten damit den dritten Schlussrang.

Wertvolle Erfahrungen mit Curling-Star Niklas Edin

Seit diesem Turnier haben Winz und Iseli nur noch erwachsene Turniere gespielt. «Wir haben geplant, dass wir gegen Erwachsene spielen, um uns an diesem Niveau zu orientieren», erklärt der Biberister «Max» Winz. Beispielsweise haben sie an den Champéry Masters teilgenommen, bei denen sie sich auch mit den amtierenden Weltmeister aus Schweden unter Skip Niklas Edin duellierten.

«Grosse Chancen hatten wir natürlich nicht, aber es waren wertvolle Erfahrungen für uns, die uns trotz Niederlagen weiterbringen werden», fügt Winz an. Solche Erfahrungen sollen helfen, ihrem hohen Ziel «Schweizermeister» näher zu kommen.

In der vergangenen Saison endete die Meisterschaft der Junioren mit einer bitteren Niederlage im Halbfinal. Heuer wollen die Solothurner Curler den Titel erringen. Dieser Gewinn würde Winz und Iseli gleichzeitig zur Teilnahme an der Junioren Weltmeisterschaft 2021 in Peking berechtigen.

Der Weg zum Titel ist aber noch steinig. Die Solothurner müssen sich zuerst an drei Qualifikationswochenenden behaupten, um sich für die Endrunde im nächsten Jahr in Adelboden zu qualifizieren. Dort spielen die acht qualifizierten Teams gegeneinander, bevor die besten vier Mannschaften über die Halbfinals um den Titel kämpfen.

Nomination für die Jugendspiele in Lausanne 2020

Um solche Ziele erreichen zu können, muss ebenfalls die Hierarchie und Harmonie im Team stimmen. Über die Rollenverteilung äussert sich Max Winz sehr zufrieden: «Jan und ich spielen schon seit Beginn an zusammen und er war immer Skip. Generell verstehen wir uns sehr gut im Team und ich finde, wir ergänzen uns gut.»

Im kommenden Jahr wartet voraussichtlich ein weiteres Highlight auf die Solothurner. Winz und Iseli sind von Swiss Olympics für die Jugendspiele in Lausanne 2020 nominiert. Im Dezember wird die Selektion vollzogen.

Damit sie bei der Teilnahme optimal vorbereitet sind, stehen einige Vorbereitungsturniere und Trainingstage an, unter anderem in Champéry, wo die Curling-Wettkämpfe der Jugendolympiade ausgetragen werden.

Dank Sportlehre: Vier Trainings wöchentlich

Zur EM-Teilnahme des jungen Elite-Teams rund um Skip Schwaller sagt Winz: «Klar ist es motivierend, dass die Jungen einmal die Chance erhalten. Man muss aber anerkennen, dass sie sehr hart dafür gearbeitet haben und sich im grossen Konkurrenzkampf mit de Cruz durchgesetzt haben. Das Team Schwaller spielt auf einem sehr hohen Niveau und ich traue ihnen durchaus zu, dass sie vorne mitmischen können.»

Vier Mal pro Woche trainieren die Solothurner in der Tissot Arena in Biel. Neben dem Curling absolviert Winz noch die Sportlehre bei einer Bank mit einem Pensum von 70 Prozent. Die restlichen 30 Prozent stehen ihm für Trainings und Wettkämpfe zur Verfügung. «Durch die Sportlehre kommt mir die Bank sehr entgegen. Es braucht einfach viel Eigendisziplin», sagt Winz.

Sein grosser Traum in seiner sportlichen Karriere ist sicher die Teilnahme, sowie der Gewinn einer Medaille an den grossen Olympischen Spielen «Es ist sehr schwierig, aber ich denke, wenn wir viel Zeit investieren und ohne Verletzung bleiben, dann ist es durchaus möglich», sagt Winz. Zumindest über die nötige Zuversicht verfügt der Solothurner.

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