Die Mannschaften liegen weit auseinander in der Tabelle: Die Gastgeber auf Platz 12, die Gäste auf Platz 2. Doch das soll dem Derby nichts abtun. Im Hinspiel im vergangenen Herbst konnten sich die Grenchner zu Hause mit 2:1 durchsetzen – nun bekommt der FC Solothurn mit Trainer Roland Hasler die Chance zur Revanche. «Derbys sind immer speziell, ausserdem beginnt jedes Spiel bei 0:0», erklärt Hasler und fügt an: «Die Mannschaft ist bereit und hat Freude am Spiel - und aus Freude resultiert Motivation.»

Beide Teams standen am vergangenen Wochenende im Einsatz: Solothurn tankte dank einer Aufholjagd gegen Serrières vom 0:2 zum 2:2 Selbstvertrauen, Grenchen fand seine Form aus der Vorrunde nach dem missglückten Rückrundenstart mit einem Sieg gegen Dornach wieder.

FCG-Trainer Max Rüetschli findet klare Worte für das Derby: «Wir wollen unsere Position in der Tabelle behalten, daher müssen Punkte her.» Der FC Solothurn sei aber besser, als es die momentane Tabellensituation widerspiegle. «Unsere Saison verlief bislang sehr gut und über den Erwartungen, aber ein Derby ist ein Derby», weiss Rüetschli aus seiner Erfahrung.

«Bei uns läuft alles rund, keine Spieler sind verletzt», nennt Solothurn-Trainer Hasler die Voraussetzungen. Die Moral ist hoch und könnte auch für einen Aufwind in der laufenden Saison sorgen. Rüetschli zeigt auf: Da der Kantonsrivale in einer prekären Lage sei, sei er keinesfalls zu unterschätzen. In einer Frage sind sich die beiden Trainer einig: die Chancenverteilung. «Die Chancen stehen 50:50», sagen die Trainer unisono. Das Spiel könne von Glück oder der Tagesform abhängig sein. Der Tabellensituation zum Trotz: Vor dem Derby befinden sich die beiden Teams auf Augenhöhe.