Unihockey
Am ersten wahren Prüfstein gescheitert

Unihockey Mittelland bezieht auswärts bei Ad Astra Sarnen eine empfindliche 2:10-Niederlage. Die Mittelländer fanden kein Rezept, die gegnerische Abwehr zu überwinden.

Tobias Schalk
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Die Bank von Unihockey Mittelalland sah nicht viel Erfreuliches auf dem Spielfeld.

Die Bank von Unihockey Mittelalland sah nicht viel Erfreuliches auf dem Spielfeld.

Bruno Kissling

Eine erste Herausforderung mit einem Kontrahenten auf Augenhöhe hätte es werden sollen. Doch gegen das routinierte Kollektiv von Ad Astra Sarnen war Mittelland auf verlorenem Posten. Zu wenig Tempo, Fleiss und Einsatz wurde durch das Gästeteam geboten, als dass sich ein derart enger Kampf wie in der letztjährigen Halbfinalserie – die UM damals dank der höheren Klasse für sich entschied - hätte entwickeln können. Am Ende fiel der Sieg bestimmt einige Tore zu hoch aus, dennoch muss konstatiert werden, dass von Augenhöhe keine Rede sein konnte.

Nicht zuletzt gesellte sich Fortuna zur Heimmannschaft, welche sich dieses Spielglück aber redlich erarbeiteten. So lagen die Sarner nach elf Minuten, zweier Halbchancen und einer Überzahlmöglichkeit bereits mit drei Längen vorne. Die Mittelländer ackerten zwar und kamen ihrerseits zu Chancen, doch blieben die Versuche in der Offensive insgesamt ideenlos.

Nach einer Viertelstunde konnte Manuel Mucha zumindest endlich das Skore für UM eröffnen, was die Hoffnung nährte, dass der zweite Abschnitt mehr (Tor-) Erfolg bringen sollte. Die einzige Veränderung blieb die geringfügig verbesserte Defensive mit einer reinen Weste bis zur neunten Minute. An der gegnerischen Abwehr biss sich Mittelland hingegen die Zähne aus. Es fand sich kein Mittel gegen die abgeklärten Innerschweizer.

Sarnen auf und davon

Nach und nach liess dies die Ungeduld in den Reihen der Gäste wachsen, was ein kopfloses Anstürmen zur Folge hatte. Sarnen wusste dies zu bestrafen und zog bis zur zweiten Pause bis auf 7:1 davon. Eine Entscheidung war damit längst gefallen. Im Schlussdrittel ging es einzig noch um Schadensbegrenzung. UM-Coach Renato Wyss forderte nach Schlusspfiff, dass jeder Einzelne sich und seine Leistung hinterfragen solle und stellte klar: «Wir müssen aus dieser Erfahrung lernen, damit wir für die Zukunft gewappnet sind, wenn es uns nicht läuft.»

Bei allem Trübsal bot der Auftritt von Jung-Verteidiger Pascal Schenk, der seinen ersten NLB-Einsatz über sechzig Minuten bestritt und in der ersten Formation zusammen mit Roman Pass agierte, einen Lichtblick. Folgerichtig wurde der Lostorfer zum Best Player aufseiten Mittellands gewählt.

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