Die Erstliga-Handballer des TV Solothurn steuern schnurstracks Richtung Wiederaufstieg in die NLB. Wie «unbeschadet» die Ambassadoren freilich die kalorienreichen und tendenziell bewegungsärmeren Festtage verdaut hatten, sollte sich im ersten Match des neuen Jahres zeigen. Satte fünf Wochen nach dem letzten Ernstkampf.

Gegner im CIS Sportcenter war die zweite Equipe des NLA-Vertreters Wacker Thun. Den Berner Oberländern also, deren 1. Mannschaft 2013 Schweizermeister und 2012 im Final des Challenge-Cups gestanden hatte. Just diese Oberländer dito, welche den TV Solothurn bislang als einziges Team als Verlierer nach Hause zu schicken vermochten. Ein zweites Mal liess sich der Leader jedoch nicht ins Bockshorn jagen und siegte klar mit 29:19.

Versprechen eingehalten

TVS-Coach Heger hatte es vor dem Match gegen Wacker selbstsicher angekündigt: «Wir werden definitiv auf die Niederlage im Hinspiel reagieren.» Den Gegner würde in dem Sinn kein gemütlicher «Blüemeli»-Abend erwarten. Nun, am Willen dem Kontrahenten von Beginn den Marsch zu blasen, fehlte es den Gastgerbern wahrlich nicht. Schnell ging sie durch Alain Blaser 2:0 in Führung.

Danach wollte das bei den Hausherren mit den eiskalten, kreativen und präzisen Abschlüssen und der konsequent, kompromisslos Deckung indes nicht mehr so wirklich wundervoll klappen. «Wir hatten zu viel Respekt und wollten es zu gut machen», so Heger. Wacker blieb derlei dran und glich in der 21. Minute zum 7:7 aus. Der Heimtrainer sah sich veranlasst, sein Timeout zu beziehen: «Wir waren zu harmlos im Abschluss und haben ihren Goalie förmlich abgeschossen.» Wacker liess sich trotzdem nicht abschütteln, was auch an den bis dahin zu vielen Strafen lag, die sich der TVS einhandelte.

«Zufrieden, aber wir können noch mehr.»

Mit allein sechs Treffern im Verlauf der ersten elf Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit war es Tim Weber, der Solothurn auf die Siegerstrasse ballerte und dafür sorgte, dass die Gäste aus der Waffenplatz-Stadt «finalement» doch noch eine saftige Packung fassten. Der 20-jährige Wirtschaftsstudent spielt nach fast zweijähriger, verletzungsbedingten Leidenszeit seit September zwecks Weideraufbau beim TVS. Dies mit dem Ziel, bald wieder in die NLA zurückzukehren. «Es braucht einen, der den Knopf öffnet und er gehört zu den Leistungsträgern», so Heger. «Danach lief das Spiel ganz für uns.» Das, was in der ersten Halbzeit noch nicht geklappt hatte, habe danach prima funktioniert. Das Résumé von Matthias Heger nach Spiel 1 im Jahr 2015: «Ich bin zufrieden, aber wir können noch viel mehr.»