Eishockey
Altstadt Olten verliert gegen Bucheggberg 3:4

Altstadt Olten unterliegt auswärts im Solothurner 2.-Liga-Derby dem EHC Bucheggberg mit 3:4. Der klare Favorit sah insbesondere zu Beginn der Partie alt aus.

Hans Peter Schläfli
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Gut verteidigt: Oltens Michael Leisi (am Puck) wird von Patrick Rolli (l.) und David Leuenberger bedrängt.

Gut verteidigt: Oltens Michael Leisi (am Puck) wird von Patrick Rolli (l.) und David Leuenberger bedrängt.

Hans Peter Schläfli

Vor dem Solothurner Derby vom Sonntagabend galt in der 2. Liga Altstadt als klarer Favorit, doch dann war es der EHC Bucheggberg, der loslegte wie die Feuerwehr. Die Oltner fühlten sich offensichtlich etwas zu sicher und liessen es locker angehen und der Aussenseiter nutzte die Freiheiten bereits nach 23 Sekunden zum 1:0.

War das ein Weckruf? Nichts da. «Buechibärg» blieb am Drücker und liess Altstadt alt aussehen. Das 2:0 in der 4. Minute war der verdiente Lohn. Und dann wäre fast die vorzeitige Entscheidung gefallen: In der 7. Minute stellte der Oltner Ueli Thüler dem durchgebrochenen Benjamin Reber das Bein, sodass der samt Goalie Marc Kiefer ins Tor flog. Zusätzlich zur Zweiminutenstrafe gab es noch einen Penalty für Bucheggberg. Doch dieses Duell gewann Kiefer, der damit die «Giftgrünen» im Spiel hielt.

Mit vielen Strafen machten sich zunächst die Oltner das Leben schwer, aber irgendwann riss den Bucheggbergern der Geduldsfaden. So wurde im Mitteldrittel phasenweise mehr «Kriegerlis» als Eishockey gespielt. «Es ist nicht unbedingt nach meinem Gusto», meinte Bucheggberg-Trainer Arnold «Noldi» Lörtscher zu diesen Szenen, «aber man darf sich eben nicht alles gefallen lassen.»

Altstadt mit Aufholjagd

Olten steigerte sich und nutzte ein Powerplay mit einer tollen Kombination zum Anschlusstreffer aus. Wenig später hiess es nach einem Solo von Robin Sutter sogar 2:2. Und weil die Bucheggberger immer mehr die Strafbank bevölkerten, gelang den Gästen in doppelter Überzahl sogar die Wende zum 3:2.

Dann gab es noch eine veritable Keilerei, die mit Spieldauer-Disziplinarstrafen gegen Daniel Stadler und Robin Sutter sanktioniert wurden. Irgendwie setzten nun die Bucheggberger die Aggressionen wieder in eine spielerische Steigerung um. «Wir haben uns selber gerettet, indem wir gut gefightet haben», meinte Lörtscher am Ende zur Wende für Bucheggberg. Denn das 3:3 war absolut verdient, und danach sündigten David Leuenberger und Marco Kummer gleich mehrfach, indem sie aus besten Schusspositionen die Führung verschenkten. Im Powerplay gelang diesen beiden dann mit Unterstützung von Gabriel Meer der Siegtreffer doch noch. Bezeichnend für den Match: Bei den beiden letzten Toren sass jeweils der Oltner Nic Diefenbacher auf der Strafbank. Altstadt wehrte sich zwar in der Schlussphase noch gegen die Niederlage und spielte sogar ohne Torhüter, hatte dabei aber bei einem Bucheggberger Befreiungsschuss ans leere Gehäuse Glück.

«Wir nehmen Spiel für Spiel und schauen nicht auf die Rangliste», beschrieb der Bucheggberger Trainer nach dem verdienten Sieg das Saisonziel seiner Mannschaft. Mit solchen Leistungen wie gegen Altstadt dürfte das tatsächlich kein Problem werden. Das sieht auch «Noldi» Lörtscher so: «Ich hoffe doch schwer, dass wir das schaffen, und was mehr ist, das werden wir gerne akzeptieren.»

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