Die Schweiz ist ein Entwicklungsland. Zumindest in Sachen Inlinehockey. Während die meisten Länder in Europa eine Profiliga haben, kämpfen sich die Schweizer Inlinehockeyaner gerade mal so durch. Kein Wunder gehört auch der Vize Schweizermeister HC Laupersdorf am European Confederation Cup in Valladolid zu den Aussenseitern. Trotzdem haben sich die Thaler einiges vorgenommen. «Wir fahren nicht nach Spanien, nur um dabei zu sein», sagt Stefan Anderegg vom HCL. «Wir wollen zeigen, dass wir Hockey spielen können - und wenn möglich das Finalturnier erreichen.»

Zum siebten Mal in Folge haben sich die Laupersdorfer nun schon für den «Conf-Cup» qualifiziert. Vielleicht sind ja aller guten Dinge sieben, und es liegt ein Platz auf dem Podest oder gar der Turniersieg drin? «Wir haben mit Mannheim, Monleale, den Anger Hawks und Gastgeber Valladolid starke Gegner in der Gruppe», erklärt Anderegg. Das primäre Ziel in der Qualifikation am 30. Und 31. Oktober ist somit der zweite oder dritte Platz, der zur Teilnahme am Confederation Cup berechtigt.

Schwierige Vorbereitung

Erschwerend für die Solothurner Inlinehockeyaner kommt hinzu, dass das Team seit Saisonende im Juni kein einziges Mal zusammen trainieren konnte. Einige der Spieler brauchten eine Verschnaufpause, andere, sind im Eishockey engagiert. «Die mangelhafte Vorbereitung ist schon ein Handicap für uns», so Anderegg.

Team-Erlebnis im Vordergrund

Nachdem die Laupersdorfer den letztjährigen «Conf-Cup» in Kaltbrunn selbst ausgerichtet haben, sind nun alle Beteiligten froh, als Gäste an das Turnier reisen zu können. «Sportlich ist das sicherlich ein Vorteil», weiss Anderegg, denn das Organisatorische habe viel Zeit und Nerven gekostet. Nun könne man sich nur auf das Spiel konzentrieren. Aber auch das gesellige soll nicht zu kurz kommen. «Die Reise soll auch Spass machen, schliesslich hat sich die Mannschaft dieses tolle Erlebnis verdient», sagt Anderegg.