NLB-Basketball
Aller Anfang ist schwer – auch für die Solothurner Basketballerinnen

Die Aufsteigerinnen Pirates Biel Solothurn müssen in ihrer ersten Nationalliga-B-Saison bisher hartes Brot essen. Nach dem Aufstieg von der 2. Liga direkt in die Nationalliga B ist das Lehrgeld zurzeit gross. Dennoch verfolgt man einen genauen Plan.

Fabio Baranzini
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Pirates Solothurn Biel - Alte Kanti Aarau
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Rahel Wehrli (Solothurn) skort für ihr Team.
Larissa Ruede (Solothurn) punktet gegen die Alte Kanti.
Larissa Ruede (Solothurn) wird hart verteidigt von Ellen Straalman.
Rahel Wehrli (Solothurn) kurz vor einem Wurf.
Luzia Müller (Solothurn) mit viel Zug zum Korb.
Stella Petermann (Solothurn) im Duell mit Ellen Straalman.

Pirates Solothurn Biel - Alte Kanti Aarau

Fabio Baranzini

Der Blick auf die Tabelle der Ostgruppe der Nationalliga B verheisst nichts Gutes. Sechs Spiele, keine Zähler und ein Punkteverhältnis von minus 205. Oder anders ausgedrückt: Die Aufsteigerinnen der Pirates Biel Solothurn haben in der Hinrunde von allen Teams am wenigsten Punkte erzielt und am meisten kassiert. Dass sich daran im Spiel gegen den souveränen Tabellenführer und Aufstiegsaspiranten BC Alte Kanti Aarau etwas ändern würde, war daher nicht zu erwarten.

Und genau so kam es auch. Die Aarauerinnen waren den Pirates in allen Belangen überlegen. Am offensichtlichsten waren die Unterschiede unter dem Korb, wo die Solothurnerinnen physisch absolut chancenlos blieben. Die Konsequenz: Die Alte Kanti konnte bei praktisch jedem nicht erfolgreich abgeschlossenen Angriff einen zweiten Anlauf nehmen. So zogen die Favoritinnen bereits im ersten Viertel auf 25:6 davon.

Steigerung im zweiten Viertel

Im zweiten Abschnitt gabs dann aber ein Erfolgserlebnis für die bisher alles andere als erfolgsverwöhnten Aufsteigerinnen. Dank einer deutlichen Steigerung in allen Belangen konnten sie das zweite Viertel mit 15:12 gewinnen. «In dieser Phase hat man gesehen, wozu wir fähig wären», freute sich die verletzte Spielmacherin Kathy Peter, die anstelle des wegen Krankheit abwesenden Trainers Nicolas Kofmel das Coaching übernahm. Die Leistungssteigerung der Solothurnerinnen war jedoch nur ein Strohfeuer. In der zweiten Hälfte brachen sie völlig ein und erzielten lediglich noch vier Zähler. Entsprechend brutal war das Verdikt am Ende. 84:25 siegte die Alte Kanti.

Grosser Sprung

Analysiert man die Situation der Pirates Biel Solothurn etwas genauer, stösst man schnell auf die Gründe, weshalb sich das Team in der Nationalliga B derart schwer tut. «Wir sind direkt aus der 2. Liga in die NLB aufgestiegen, da es in unserer Region keine 1. Liga gibt. Entsprechend gross war der Sprung», so Peter.

Frauenbasketball bekannt machen

Trotz harzigem Start in der Nationalliga wollen die Solothurnerinnen nicht aufgeben, denn sie haben eine Mission. «Wir wollen Frauenbasketball in unserer Region bekannter machen und eine eigene Nachwuchsabteilung aufbauen», so Solothurns Spielmacherin Kathy Peter. «Dafür brauchen wir eine erfolgreiche erste Mannschaft, die eine gewisse Bekanntheit erlangen kann.» In zwei bis drei Jahren soll es so weit sein. Bis dahin muss sich die Mannschaft an den kleinen Dingen freuen - wie dem Gewinn des zweiten Viertels gegen Aarau. (fba)

Kommt hinzu, dass es im Verein ein einziges Frauenteam gibt. Jede neue Spielerin – egal ob Juniorin oder Aktive – muss sich also gleich in der Nationalliga beweisen. Und dann kam auch noch Pech dazu. Im ersten Saisonspiel verletzte sich die routinierte Spielmacherin Peter am Kreuzband und konnte seither nicht mehr auflaufen.

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