Faustball
Alle Solothurner Teams müssen in die Abstiegsrunde

Beim Abschluss der NLB-Qualifikation in Neuendorf gewannen die Gastgeber als einzige Solothurner ein Spiel. Dennoch bestreitet Neuendorf mit Olten, Deitingen und Affeltrangen am 5. März in der Oltner Stadthalle die Playouts.

Pius Rüegger
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Hier bläst der TSV Deitingen in Neuendorf zu einem Angriff – vorne beim Ball: Galli (links) und Lüthi. m. bieri

Hier bläst der TSV Deitingen in Neuendorf zu einem Angriff – vorne beim Ball: Galli (links) und Lüthi. m. bieri

Solothurner Zeitung

Zum Abschluss der Qualifikation wurde in Neuendorf die NLB-Rangliste gehörig durcheinandergewirbelt. Einzig Leader Oberwinterthur und Schlusslicht Neuendorf behielten ihre Positionen. Profiteur war Schaffhausen. Mit ihren 3:1-Siegen gegen Deitingen und Neuendorf hievten sich die Munotstädter vom vorletzten auf den dritten Rang und in die Playoffs. Olten verlor seinen Platz in der Meisterrunde. In der heimischen Stadthalle müssen die Dreitannenstädter jetzt im ersten Playout-Spiel gegen Neuendorf zum Derby antreten. Deitingen trifft auf Affeltrangen.

Deitingens konditionelle Defizite

«Bei unserem speziellen Modus kommt es, ob man oben bleibt oder nicht, nur auf ein Saisonspiel an. Nämlich auf das erste in den Playouts», erklärt Neuendorfs Präsident Daniel Nützi. «Unser Ziel ist, in der NLB zu bleiben, und dies können wir mit einem Sieg im ersten Spiel erreichen», sagte auch Dario Galli, Deitingens Spielführer. Die Sieger spielen um die Plätze 5 und 6. Die Verlierer machen den Direktabsteiger aus. Der Gewinner kann sich noch in einer Barrage gegen den 1.-Liga-Zweiten ein Türchen zum Ligaerhalt offenhalten.

Trotz der Niederlagen gegen Schaffhausen (1:3) und Playout-Gegner Affeltrangen (0:3) bleiben die Deitinger optimistisch. Diese Hoffnung gründet auf Defensivmann Neal Müller. «Nach seinem Ausfall wegen Knieproblemen verstärkt er uns wieder», erklärt Galli.

Zudem: «An jedem Spieltag hatten wir eine andere Konstellation und brauchten auch heute im ersten Spiel wieder viel Zeit, um uns zu finden», sagte der 24-Jährige. Der Ausfall von Christoph Kofmel (Rücken) als Service- und Anschlägerspezialist wog schwer. Galli selbst spielte nach einem Studienaufenthalt in Finnland erstmals wieder. Ihre konditionellen Defizite wie ihren Trainingsrückstand konnten die Wasserämter nicht kaschieren. Da nützten ihnen gegen Schaffhausen auch die Klopfbälle zum 11:8 im zweiten Satz nichts. Gegen Affeltrangen brach das Deitinger Quintett in allen drei Sätzen erst gegen Schluss ein.

Deitinger wie Neuendörfer – daran änderte auch der 3:0-Auftaktsieg gegen die Thurgauer aus Affeltrangen nichts – legen das Schwergewicht auf die Sommersaison. «Der Stellenwert im Sommer ist höher, zudem können wir als Hobbysportler nicht ohne Pause durchtrainieren», sagte Nützi. Dies war auch am Zuschauerinteresse abzulesen: Praktisch nur Eltern und Spielerfreundinnen waren vor Ort.

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