Handball
Aggressiveres Herzogenbuchsee mit Derbysieg

Der HV Herzogenbuchsee sicherte sich in Solothurn wie in der Hinrunde (31:30) mit einem Tor Differenz knapp das ganze Punktepaar. Der Regionalvergleich war von grosser Hektik geprägt.

Pius Rüegger
Drucken
Teilen
Herzogenbuchsee gewinnt gegen Solothurn
5 Bilder
 Buchsis Ivo Sonderegger (Nr. 14) stoppt Janick Jost.
 Kein Durchkommen für den Solothurner Philippe Kaech (links) gegen Marco Siegenthaler.
 Der Solothurner Dirk Würgler im Sprungwurf gegen den Block von Manuel Ackermann.
 Severin Probst vom TV Solothurn beim Abschluss gegen Patrick Siegenthaler.

Herzogenbuchsee gewinnt gegen Solothurn

Solothurner Zeitung

«Wir sind komplett, gesund und hungrig», unterstrich Buchsi-Trainer Markus Auf der Mauer vor Spielbeginn seine Ambitionen. Diese Aussage wirkte für die Oberaargauer wie eine unsichtbare Stütze durch die ganzen 60 Minuten. «Wir müssen beim Einlaufen schauen, ob es mit Michael Wassmer geht», plagten Solothurns Stefan Blaser schon vor dem Anpfiff erste Sorgen. Der ehemalige BSV-Spieler coachte für Tom Lohm (Ferien). Wassmer musste schliesslich passen. Nebst Michel Schwaller fehlte den Einheimischen somit ein zweiter Akteur verletzungsbedingt. «Es haperte bei uns in der Chancenauswertung», sagte Blaser prompt. Eine Problemzone bildete wie im bisherigen Saisonverlauf auch die Abwehr. «Unsere 6:0-Deckung misslang und Kaiser hielt besser als unsere Hüter», anerkannte der Coach.

Würgler glich aus

Dass keiner Punkte liegen lassen wollte, blieb jederzeit spürbar. Die Gefahr, in den Abstiegssog gezogen zu werden, belastete. Die ersten Tore liessen deshalb auf sich warten. Sie fielen zudem auf Siebenmeterstrafwürfe. Der Einheimische Kaech (3.) und Gast Marco Siegenthaler (4.) nutzten diese Chancen. Die erste herausgespielte Führung realisierte Sommer für die Oberaargauer (5.). Acht Sekunden später glich Würgler aus. Nochmals legten die Berner durch Akermann (6.) vor, und wieder Würgler glich 19 Sekunden später aus.

Bis zum 19:19 in der 37.Minute lagen die Solothurner vorne. «Wir kamen nie weg», stellte Blaser fest. Der Aufsteiger verstand es, mit einfachen Täuschungen die Solothurner Abwehr auszutricksen. «Dies hat mit unserer Vielseitigkeit zu tun», analysierte Auf der Mauer. Die Gäste waren breiter abgestützt. Sämtliche zwölf Feldspieler trugen sich in die Skorerliste ein. Lüthi koordinierte als ruhender Pol die entscheidenden Phasen. «Wir müssen noch unsere Taucher stabilisieren und im Kräftebereich zulegen», erkannte der Gästetrainer jedoch Schwächen.

Zu viele Chancen vergeben

Durch die knappe Torabfolge blieb das Geschehen bis zuletzt höchst intensiv. Die grössere Aggressivität avancierte zum Vorteil für Herzogenbuchsee. «Die Phasen in Überzahl konnten wir nicht nutzen, und die waren entscheidend», erkannte Blaser. Zudem konnten die Solothurner nicht mehr reagieren, als Eckert für die Grünweissen in der 49.Minute mit dem 27:28 die Wende einleitete. Der Platzklub vergab zu viele Chancen – nicht nur die drei verschossenen Penaltys.

Aktuelle Nachrichten