Der 20. Emmenlauf in Utzenstorf, der nach der Absage im Jahre 2005 wegen Hochwasser eigentlich erst der 19. war, stand im Zeichen der Rekorde. Mit 1265 Laufbegeisterten konnten die Organisatoren einen neuen Teilnehmerrekord vermelden und erstmals über 1000 Klassierte im Ziel registrieren.

Im Hauptrennen der Männer über 10,5 Kilometer duellierten sich der amtierende Schweizer Meister im Berglauf, Christian Mathys, und der seit bald zehn Jahren in der Schweiz lebende Äthiopier Nesero Kadi vom BTV Aarau nur auf den ersten 580 Metern. Nachdem der Neo-Zuchwiler Mathys bei der Sprintwertung sein angestrebtes Goldvreneli gewonnen hatte, war der Weg zum Sieg für Kadi frei. Während Mathys am Ende als Vierter im Ziel einlief, verbesserte Kadi mit seiner Zeit von 32:24 Minuten den 13 Jahre alten Streckenrekord des Bielers Roger Antoine um 17 Sekunden. Dank eines gut eingeteilten Rennens belegte der Langenthaler Fabian Kuert, der 2013 den Emmenlauf gewonnen hatte, mit einer Minute Rückstand den zweiten Platz. Ebenfalls aufs Podest lief der für den TV Länggasse startende Lukas Marti als Dritter. Als Gesamtachter kam der Biberister Daniel Brodard ins Ziel, der am letzten Wochenende an der Marathon-EM in Zürich als Betreuer von Viktor Röthlin, Christian Kreienbühl, Maja Neuenschwander und Martina Strähl im Einsatz gestanden hatte. Der Oensinger André Nussbaumer beendete den Wettkampf auf dem 16. Platz.

14-Jährige gewinnt bei den Frauen

Bei den Frauen konnte die erst 14-jährige Bernerin Delia Sclabas einen weiteren Tagessieg feiern – mit der Spitzenzeit von 37:02 Minuten. Sclabas und Kadi standen bereits Anfang Juli beim Attiswiler Geländelauf gemeinsam als Tagessieger auf dem Podium. Schneller als das Kirchberger Lauftalent Sclabas war am Emmenlauf bisher nur die frühere Spitzenläuferin Martina Krähenbühl im Jahre 2004 gewesen.

Zweite wurde die Nidwaldnerin Rebecca Rüegge, die rund vierzig Sekunden auf die Siegerin Sclabas einbüsste. Auf dem dritten Schlussrang landete mit Mirja Jenni die Tochter der Lauflegende Albrecht Moser. Ihr Rückstand betrug bereits mehr als eine Minute. Eine sehr gute Leistung zeigte auch die Laupersdörferin Petra Eggenschwiler, die am Oltner Belchen-Berglauf vor knapp zwei Wochen nach einer langwierigen Verletzungspause ihr Comeback gegeben hatte, als Fünfte im Overall-Klassement.