Während den letzten beiden Meisterschaftsspielen gegen Solothurn (3:2) und Volley Muristalden (2:3) habe sich durchaus eine Art Déjà-vu eingestellt, bestätigt Benjamin Affolter. Gegen beide Kontrahenten hatte der VBC Aeschi in der Hinrunde souverän 3:0 gewonnen und so die maximalen sechs Punkte eingefahren.

In der Rückrunde freilich resultierten aufgrund des hart erkämpften Sieges gegen den Kantonsrivalen sowie der knappen Niederlage gegen die Berner nur drei Zähler. Hätte man das volle «Sixpack» aus der Hinrunde bestätigt, bestünde jetzt, drei Runden vor Schluss der Meisterschaft, noch eine theoretische Chance auf einen Playoff-Platz. «Sowohl gegen Solothurn wie gegen Muristalden wurden wir nach schwachen Phasen unsicher», stellt Co-TK-Chef und Spieler Affolter fest.

Irgendwo machte sich Versagensangst bemerkbar. «Möglich, dass wir uns zu sicher fühlten und den Eindruck hatten, dass sich die Sache von selbst erledigt.» Ein Sieg by the right Füdlibacke quasi. Als das Ganze dann jedoch nicht erwartungsgemäss easy lief, geriet man ins Stocken. 

Nicht nur eine Steigerung

Mental sei man bereits in den letzten Jahren «anfällig» gewesen, räumt Affolter ein. «Technisch haben wir es absolut drauf, aber wir konnten das, was wir können, oft nicht in den Match umsetzen.» So mussten die Aeschianer zuletzt zweimal als jeweils Achtplatzierte der Qualifikation in die Barrage gegen den Abstieg. Ein Tanz auf dem Hochseil ohne Netz und doppelten Boden, der für die Wasserämter zweimal gut ausging.

In dem Sinn ist der nun gesicherte Mittelfeldplatz (4., 5. oder 6.) nicht bloss eine klare Steigerung, sondern darf als Erfolg gewertet werden. Blackouts blieben heuer gänzlich aus. «Wenn wir eine schlechte Phase hatten, konnten wir uns in dieser Saison immer wieder innert nützlicher Frist rauskämpfen.» Insofern befindet man sich beim VBC Aeschi auf dem richtigen Weg. Einem Weg, auf dem nun nicht rudelweise neue Spieler mitmarschieren, die für die Steigerung verantwortlich zeichnen würden. Gar nicht.

Das Gros der Equipe blieb im Vergleich mit der letzten Saison unverändert. Allerdings wurde man etwa in Folge verletzungsbedingter Ausfälle förmlich zu einem Systemwechsel gezwungen. Statt mit drei spielt man heuer beispielsweise nur noch mit einem Passeur und neu mit einem Libero. «Ich habe das Gefühl, dass uns diese Veränderung sehr gut getan hat», so Affolter.

Frischer Wind dank neuen Trainern

Drei Passeure sind Luxus und solcher kann dem letzten Zwick bekanntlich bisweilen hinderlich sein. Ein starker Libero seinerseits hilft, in die mental herausfordernde Defensive Stabilität reinzubringen. Ein gewichtiger Anteil am Erfolg gebührt indes zweifellos auch den beiden neuen Coaches, Christian Reinmann und Markus Hoenke.

Das Duo hat Florian Baur abgelöst. Vier Augen, die «natürlich frischen Wind reingebracht haben», erklärt der Co-TK-Chef Affolter. Keine steife Brise, eher ein wohltuender Luftstrom. Eine frische Brise, die am Dienstag (20 Uhr) gegen den Tabellenführer Muristalden U60 in der MZH Drei Höfe in Heinrichswil das nächste Mal weht.