Aebischer und Co. locker ausgetanzt

Leone lässt sich nach seinem 2. Treffer feiern. aeschbacher

Leone lässt sich nach seinem 2. Treffer feiern. aeschbacher

Gegen ein schwaches Hockey Thurgau erfüllt der EHC Olten seine Pflicht (5:1).

Wer gestern Abend glaubte, zwischen den Pfosten des Hockey-Thurgau-Tors stehe eine NHL-Wand, sah sich getäuscht. David Aebischer, Stanley-Cup-Sieger von 2001 mit dem amerikanischen Spitzenklub Colorado Avalanche und früherer Weltklasse-Goalie, war nur mehr ein Schatten seiner selbst. Nachdem er in seinem ersten NLB-Spiel für Hockey Thurgau in der 28. Minute ausgewechselt worden war, weil die GCK Lions ihn bis dahin bereits fünfmal bezwungen hatten, machte er auch gestern Abend im Kleinholz keine gute Figur.

Nur gerade 86 Sekunden waren gespielt, da musste David Aebischer die Scheibe schon ein erstes Mal aus seinem Kasten fischen. Der 24-jährige Kanadier Shayne Wiebe hatte den 36-jährigen routinierten Keeper mit einem präzisen, aber nicht unbedingt unhaltbaren Handgelenkschuss von der rechten Angriffsseite aus überlistet.

In allen Belangen überlegen

Die Oltner waren am gestrigen Abend das klar bessere Team. Denn nicht nur Aebischer patzerte einige Male, er wurde auch noch von der Thurgauer Defensive kläglich im Stich gelassen. So etwa in der 12. Minute, als Aebischer einen Schuss von Shayne Wiebe abprallen liess. Seine Vorderleute schafften es nicht, die Scheibe aus der Gefahrenzone zu spedieren. EHCO-Neuzuzug Robin Leone war vor ihnen am Puck und versorgte ihn zum 2:0 im Kasten von Aebischer. Von einem einfachen Spiel wollte der Kloten-Flyers-Spieler, der nun mit einer B-Lizenz für Olten stürmt, dennoch nicht sprechen. «Wir haben hart gearbeitet und uns so den Sieg verdient.»

Eine Steigerung von Aebischer und dem verletzungsbedingt dezimierten Hockey Thurgau sollte auch nach dem Pausentee nicht folgen. Weiterhin war das Defensiv-Verhalten der Ostschweizer ungenügend. Besonders sehenswert war einerseits Justin Fesers Sololauf: Er umtanzte drei Ostschweizer und spielte als Sahnehäubchen einen herrlichen Pass auf Wüthrich. Anderseits war auch der Vorstoss von Remo Hirt nicht ohne: Im Eilzugstempo überlief er im Boxplay einen Ostschweizer Verteidiger und brachte Aeschlimann in eine gute Abschlussposition.

Es folgte eine Kür

Es waren dann aber Leone, zum Zweiten, Truttmann und Brunner, die das EHCO-Schaulaufen ausnutzten und das Score der Heim-Mannschaft auf fünf Tore (5:1) hochschraubten. «Ich wurde in Olten gut aufgenommen und fühle mich schon sehr wohl im Team», so Robin Leone, der dies am gestrigen Abend mit zwei Treffern eindrucksvolldemonstrierte. Zwischenzeitlich erzielten die Thurgauer in Überzahl durch Fadri Lemm den bedeutungslosen Ehrentreffer.

Nach der 5:1-Führung flachte die Partie ab. Mit Vorteilen für alle: Der EHC Olten konnte, vor anstrengenden Tagen, Kräfte sparen und David Aebischer tankte Selbstvertrauen, indem er seinen Kasten ganze 20 Minuten sauber hielt.

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