Unihockey
Achterbahn zum Saisonauftakt – Wiler Wiedergutmachung folgt im Cup

Wiler Ersigen verliert am Freitag das erste Spiel der neuen Saison gegen Köniz mit 3:6. Im Cup folgt dann die Wiedergutmachung.

Marcel Siegenthaler
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Wiler Ersigen gelingt die Wiedergutmachung im Cup gegen Schiers.

Wiler Ersigen gelingt die Wiedergutmachung im Cup gegen Schiers.

ZVG

So hat sich der Meister den Saisonauftakt nicht vorgestellt. Gleich mit 3:8 ging die Heimpremiere vor annähernd 700 Zuschauern gegen den Kantonsrivalen verloren. Natürlich fiel das Resultat am Ende zu hoch aus, dennoch war es eine Lektion für das Heimteam, zu viel ist noch Stückwerk.

Aufgrund der zahlreichen Veränderungen im Team hinsichtlich der Meisterschaft nicht dramatisch, hinsichtlich des Champions Cups Anfang Oktober aber schon. Gelingt es, in den verbleibenden zwei Wochen den benötigten Schritt vorwärtszumachen? Die Zeit ist knapp, die Gegner werden nicht schwächer. Nächstes Wochenende warten Malans und die Tigers.

Mangelnde Effizienz

Eine Szene zu Beginn des Schlussdrittels widerspiegelte das Hauptproblem des SVWE an diesem unerfreulichen Saisonauftakt-Abend eindrücklich. Im Sekundentakt wurden beste Torchancen ausgelassen. Das fällige 3:3, was dem Spielverlauf durchaus entsprochen hätte, fiel nicht.

Dafür traf Köniz bei seiner ersten Chance im Schlussdrittel zum 4:2. Der Unterschied in der Effizienz war eklatant. Jeder zweite Torschuss der Gäste landete im Tor, allein dreimal skorte Youngster Jan Zaugg, der damit persönlich auf gleich viele Treffer kam wie der Meister mit dem ganzen Team. Oft wirkten die Aktionen der Berger-Truppe zu überhastet und kompliziert und dadurch ungenau.

Zwar hatte das Heimteam viel Ballbesitz, doch das sonst so gefürchtete Kombinationsspiel war wirkungslos, weil die Passqualität zu tief war. Die spielte den gut und tief stehenden Gästen in die Karten, konnten diese doch ihr Konterspiel smart umsetzen und hatten auch Erfolg damit, weil sie mit Ausnahme einer kurzen Phase im Startdrittel nie in Rückstand gerieten. Und als der SVWE im Schlussdrittel noch ungeduldiger und unkontrollierter agierte, schlugen sie resolut zu und machten den Sack spätestens mit dem sechsten Treffer definitiv zu.

Wiedergutmachung im Cup

Mit einer wahren Torlawine» reagierten die SVWE-Leistungsteams am Samstag auf den missglückten Saisonauftakt des NLA-Teams vom Freitagabend. Der Meister selbst fegte im Cup in den ersten 10 Minuten wie ein Tornado über den 3. Ligisten Schiers und führte nach 10.30 Min. bereits mit 8:1. Danach brach der Sturm aber zusammen, wurde zu einem lauen Lüftchen, was endlich in einem 13:2-Sieg mündete.

Gala als verdiente Ehrung

Das NLA-Team darf nach einer intensiven Vorbereitungsphase nun am Montagabend einen freien Abend geniessen. Als Meisterteam des Saison 2016/17 werden die Spieler ihren grossen und verdienten Auftritt haben an der Mobiliar-Gala im Berner Kursaal.

Ein «freier» Abend, welcher dem Team durchaus guttun könnte. Es war doch auffallend, dass der Meister beim Saisonauftakt sowohl körperlich wie auch im Kopf nicht zu hundert Prozent «frisch» wirkte. Das Los des Titelträgers, der mit Supercup und Champions Cup zwei Highlights im Programm hat, welche den mentalen Spagat schwierig machen, der Saisonstart, liess die Qualifikation, geniesst nicht erste Priorität.

Ein Grossteil des jungen Teams hat zudem noch nicht viel Erfahrung mit solchen Situationen. Und die Herausforderung wird mit den Partien vom kommenden Wochenende mit Malans und den Tigers nicht einfacher.