Gerlafingen kämpfte in der Qualifikation der NLB bis zuletzt um den Sprung unter die besten vier Klubs und den Einzug in die Finalrunde. Am Ende fehlten drei Punkte. Die Abstiegsängste waren trotzdem gering bei «Ginggu». Schliesslich hatten sich die Gerlafingerinnen schon in der letzten Saison in der entscheidenden Phase gesteigert und den Abstieg abgewendet.

Das Rezept von Coach Christian Ruff: «Es ist wichtig, in den ersten Spielen zu punkten.» Gerlafingen blieb im ersten Match gegen Luzern aber chancenlos. Im folgenden Heimspiel gegen Giubiasco reichte es nur zum ersten Satzgewinn und auch gegen Obwalden (1:3) und Steinhausen (0:3) schaute nichts Zählbares heraus. Am Samstag resultierte endlich der erste Punkt. Gerlafingen mussten sich im Tessin bei Giubiasco erst im Tiebreak geschlagen geben.

Schwierige Ausgangslage 

Drei Spiele bleiben den Wasserämterinnen, um den Abstieg in die 1. Liga noch abzuwenden. Sie liegen mit drei Punkten, deren zwei nahmen sie aus der Qualifikation mit, auf dem letzten Platz. Punktgleich mit dem Tabellensiebten Visp, Neuenburg auf Platz sechs hat zwei Punkte mehr auf dem Konto. Am Ende gibt es zwei direkte Absteiger, die Teams auf dem fünften und dem sechsten Rang müssen in die Barrage.

«Es ist der Wurm drin», sagt Ruff. Offenbar ziehen bei Gerlafingen nicht alle Spielerinnen am gleichen Strick. «Immer wieder fehlen Spielerinnen. Gegen Giubiasco mussten wir mit sieben Spielerinnen antreten.» Auch die Motivation scheint sich in Grenzen zu halten.

Böse gesagt gehe es darum, die Saison anständig zu Ende zu bringen. Es tönt nach Durchhalteparolen, wenn Ruff sagt: «Uns bleiben drei Möglichkeiten, um zu punkten. Wir kämpfen bis zum Ende, aber die Situation ist schwierig.»

Abstieg wäre verkraftbar 

Der Fall aus der NLB wäre für den VBC Gerlafingen in der momentanen Verfassung indes kein Beinbruch. Ein Abstieg würde wohl sogar Sinn machen für den Klub. Das darf der Trainer so natürlich nicht sagen.

Christian Ruff wählt die diplomatischere Variante: «Es ist nicht einfach, in der Region Spielerinnen mit dem nötigen Niveau zu finden. Klar ist es schön, in der NLB zu sein. Aber wenn man dafür jedes Jahr von Neuem Spielerinnen aus der ganzen Schweiz zusammensuchen muss, ist es wohl nicht der richtige Weg.»