2. Liga
Absteiger Subingen schlägt Aufsteiger Oensingen mit einem Mann mehr mit 2:1

Obwohl die Wasserämter in dieser 2.-Liga-Saison erst zwei Punkte abgeben mussten, sagte Trainer Dominik Ellenberger vor der siebten Runde und dem Heimspiel gegen den FC Oensingen: «Wir konnten noch nie über neunzig Minuten einen Top-Match abliefern.»

Raphael Wermelinger
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Subingens Patrick Haas wird von Oensingens Angreifer Samoell Prenaj unter Druck gesetzt.

Subingens Patrick Haas wird von Oensingens Angreifer Samoell Prenaj unter Druck gesetzt.

Thomas Ulrich

Der Absteiger aus der 2. Liga inter spielte auch gegen den Aufsteiger aus der 3. Liga ohne Glanz. Trotzdem sicherte sich Subingen den sechsten Saisonsieg und liegt in der Tabelle nun vier Punkte vor dem FC Grenchen, welcher gegen den FC Iliria nur zu einem 2:2 kam.

Das Spiel begann vielversprechend für den Favoriten Subingen. Die Heimelf kam schon in der 4. Minute zu einer Doppelchance. Zuerst scheiterte Kevin Künzler mit seinem Abschluss an Oensingen-Goalie Zoran Andric, beim anschliessenden Eckball traf Raphael Gasche, der sträflich alleine gelassen wurde, das Tor nicht.

Erste Möglichkeit in 16. Minute

In der Folge bauten die Gastgeber aber merklich ab, was den Oensingern die ersten Möglichkeiten bescherte. In der 16. Minute setzte Sandro Brunner seinen Kopfball nach guter Vorarbeit von Bojan Djuric über das leere Gehäuse, drei Zeigerumdrehungen später scheiterte wiederum Brunner auf dem rechten Flügel an Subingen-Goalie Pascal Schwaller.

In der 31. Minute erleichterte sich die Arbeit für den Leader, der indes nicht wie ein solcher auftrat. Der Unparteiische taxierte die Gangart von Djuric als überhart und schickte den bulligen Oensingen-Angreifer nach einem Gerangel am Boden unter die Dusche.

Djuric hatte in der 17. Minute nach einem rüden Einsteigen bereits die gelbe Karte gesehen. Mit einem Mann mehr kamen die Subinger in der Schlussphase der ersten Halbzeit noch zu zwei Möglichkeiten: Künzler vergab alleine gegen Torwart Andric (37.), zwei Minuten später streifte sein Weitschuss knapp am Kasten vorbei.

Die Effizienz des Tabellenführers

Unter einsetzendem Regen bekamen die Zuschauer auf dem Sportplatz Affolter nach dem Seitenwechsel 15 äusserst ereignisarme Minuten geboten. Subingen schaffte es nicht, den Gegner, der in den letzten fünf Spielen nur einen Punkt geholt und nur ein Tor erzielt hatte, in Überzahl in Schach zu halten.

In der 62. Minute hätten die Oensinger sogar in Führung gehen müssen. Borislav Jankovic brachte den Ball nach einem schnellen Gegenstoss nicht an Schwaller vorbei. Der Querpass zu Samoell Prenaj, welcher das leere Tor vor sich gehabt hätte, wäre definitiv die bessere Option gewesen.

Fünf Minuten später bewies der Leader Subingen seine Kaltschnäuzigkeit. Mit ihrer ersten Torchance in der zweiten Halbzeit gingen die Gastgeber in Führung. Benjamin Brunner preschte auf dem linken Flügel vor und brachte das Leder flach in die Gefahrenzone.

Fabio Cescon traf den Ball nicht, hintendran stand aber Topskorer Künzler einschussbereit und stellte den Spielstand mit seinem sechsten Saisontor auf 1:0. Bei Oensingen war der grosse Kräfteverschleiss mehr und mehr spürbar.

Gäste konnten nicht reagieren

Die Gäste konnten nicht reagieren und Subingen entschied das Spiel kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit: Patrick Haas traf per Schlenzer von der Strafraumgrenze aus zum 2:0. Immerhin beendeten die Gäste in der Nachspielzeit noch ihre Torflaute, die mehr als drei Spiele gedauert hatte. Nikola Romanovic traf in der 93. Minute nach einem Eckball aus dem Getümmel heraus.

Subingen liegt nun vier Punkte vor dem Verfolger FC Grenchen. Härkingen auf dem dritten Tabellenrang weist bereits einen Rückstand von sieben Punkten auf den Spitzenreiter auf.

Auf den Plätzen vier bis sechs folgen Bellach, Fulenbach und der FC Lommiswil mit je acht Zählern Differenz auf Subingen. Oensingen ist zwar Letzter. Blustavia (11.), Welschenrohr (10.) und Mümliswil (9.) haben aber allesamt nur einen Punkt mehr auf dem Konto.