Fussball

Absolut unnötige und auch unverdiente Niederlage

Cvetan Churlinov beim Kopfball (Archivbild).

Cvetan Churlinov beim Kopfball (Archivbild).

Wangen war dem Tabellenleader aus Münsingen ebenbürtig, verlor aber trotzdem 1:3. Es war dies eine unnötige und definitiv auch nicht verdiente Niederlage.

Die Aufholjagd der FC Wangen wurde nach den beiden zuletzt errungenen Heimsiegen beim Tabellenführer in Münsingen gestoppt. Trotzdem, so wie der Tabellenvorletzte bei den Aaretalern aufgetreten ist, gab er ein klares Lebenszeichen dafür, den Ligaerhalt aus eigenen Kräften noch schaffen zu können. Und auch zu wollen. Bei der Mannschaft von Trainer Dariusz Skrzypczak war nicht das Geringste einer Verunsicherung oder gar Resignation festzustellen. Im Gegenteil, das Team kämpfte und kam auf recht unglückliche Art am durchaus möglichen und verdienten Punktgewinn herum. Entscheidend war das zweite Gegentor beim Stande von 1:1, welches aus mehr als nur abseits verdächtigen Position hingenommen werden musste. Weshalb der montenegrinische Assistent, das Spiel wurde im Rahmen der Uefa-Ausbildung von einem Trio aus Montenegro geleitet, die eigentlich klar scheinende Abseits-Stellung nicht signalisierte, blieb ein Rätsel.

Die Einheimischen starteten wie die Feuerwehr und kamen bereits in der Startminute zu einer guten Chance, welche die Wangner im letzten Moment noch vereiteln konnten. Die wegen dem Ausfall von Captain Blerim Bekteshi, der eine Sperre absitzen musste, notwendige Umstellung in der Innenverteidigung, machte sich anfänglich mit einer gewissen Unsicherheit, welche aber bald behoben werden konnte, bemerkbar.

Wangen spielte jederzeit auf Augenhöhe 

Dies zeigte sich darin, dass die Gäste schnell ins Spiel fanden und die Partie offen zu gestalten vermochten. Gyorgiev prüfte ein erstes Mal Torhüter Müller, der aber bestand. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde kamen die Münsinger bereits zu ihrem fünften Eckball. Marco Häfligers Faustabwehr landete beim Gegner. Die neuerliche Hereingabe verwertete Mumenthaler mit einem Kopfball zum Führungstreffer. Die Wangner reagierten sofort und kamen ihrerseits zu einer ausgezeichneten Möglichkeit durch Churlinov, der den Ausgleich auf den Fuss hatte, aber genau auf den gegnerischen Torhüter zielte. Besser machte es nur eine Zeigerumdrehung später Sandro Husi. Von Alan Nabarro steil eingesetzt, lief er allen davon und bezwang Torhüter Müller sicher zum verdienten Gleichstand. Torraumszenen spielten sich mehrheitlich vor dem Tor der Gastgeber ab, doch der durchaus mögliche Führungstreffer für die Besucher blieb aus. Nichts Neues bei Wangen unter der Sonnen, oder in diesem Falle unter dem Dauerregen. Gyorgiev verzog bei einem Abschlussversuch ganz knapp, Churlinov war zu wenig kaltblütig, um nach einem Prellball Nutzen zu ziehen und dann kam noch Pech dazu, als ein Gewaltschuss von Dragan Gyorgiev genau ans Lattenkreuz klatsche. Müller wäre machtlos gewesen.

Am Geschehen änderte sich auch nach dem Seitenwechsel wenig. Wangen spielte jederzeit auf Augenhöhe. Schade dass dann dem neuerlichen Führungstreffer der Gastgeber in der 66. Minute der erwähnte Makel anhaftete. Wangens Trainer war zum Handeln gezwungen, er opferte zwei Abwehrspieler durch Offensivkräfte. Der bedingungslose Angriff eröffnete dem Gastgeber Kontermöglichkeiten, welch David Frei nach einem Sololauf mit einem Flachschuss in die entferntere Ecke erfolgreich abschloss. Das 3:1 war die Vorentscheidung. Münsingen konnte sich auf das Verwalten des Vorsprunges beschränken. Gegen dieses Vorhaben hatten die Gäste kein Probates Gegenmittel und mussten sich auf nicht zwingende Art beim Aufstiegsfavoriten geschlagen geben. Nun kommt der nächsten Begegnung, am kommenden Samstag daheim gegen Sursee, so etwas wie eine vorentscheidende Bedeutung zu.

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