Pontoniersport
Abschied nach 48 Jahren: An der SM ging eine Ära zu Ende

Die Oltner Jungpontoniere Kaleta/Schwenter holten an der Schweizer Meisterschaft in Laufenburg ihre erste Kranzauszeichnung. Am Vortag hatten sich die Brüder Brugger nach 48 gemeinsamen Jahren vom Sport verabschiedet.

Flavio Heer
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Martin, Kurt und Kurt Junior Brugger bei der letzten Wettkampffahrt.

Martin, Kurt und Kurt Junior Brugger bei der letzten Wettkampffahrt.

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Dass der Rhein in Laufenburg ähnlich wenig Strömung hat wie ein See und stellenweise mehr aufwärts als abwärts fliesst, war bekannt. In Kombination mit den Windböen bekundete der Pontoniernachwuchs sichtlich Mühe flussabwärts zum Ziel zu rudern. Colin Kaleta und Simon Schwenter von den Oltner Pontonieren absolvierten den Parcours den Naturkräften zum Trotz ohne Fehler und sicherten sich mit dem 18. Rang in der Kategorie I (bis und mit 14-Jährige) ihre erste Kranzauszeichnung. Punkte vergaben sie vor allem bei der ersten Ruderstrecke auf Zeit. Trotzdem holten sie bei der letzten Ziellandung ihre Vorgänger ein und kreierten somit die Disziplin Synchronlanden.

In der Kategorie III (18- bis 20-Jährige) brillierten die Murgenthaler Pascal Nützi und Cédric Jäggi als eines der jüngsten Fahrerpaare der Kategorie und überraschten mit dem Silberrang. In der Kategorie II vertraten die Murgenthaler Patrik Zeltner und Markus Brönnimann mit Rang 14 und die Schönenwerder Noel Heller und Sacha Zurbuchen mit Rang 15 die regionalen Aaresektionen in den Kranzrängen. Eine starke Leistung in der Kategorie I zeigten zudem die beiden Aarburger Fahrerpaare Andrin Fluri mit Luciano Taglioli auf dem 12. und Marvin Bär mit Jose Ryser auf dem 19. Platz.

Am Vortag der Schweizer Meisterschaft der Jungpontoniere massen sich die Erwachsenen beim Einzelwettfahren in Laufenburg. Die Oltner Flavio Heer und Andreas Hagmann überwanden ihre chronisch tiefen Zeitnoten und nutzten diesmal das Tempo, um einen technischen Fehler zu kompensieren. Sie rangierten in der Kategorie C (21- bis 41-Jährige) auf dem 26. Kranzrang.

Vor 48 Jahren hatten Martin und Kurt Brugger in Laufenburg ihr erstes gemeinsames Wettfahren bestritten. Am letzten Wochenende schlossen sie an derselben Stätte ihre grossartige Karriere ab, die zahlreiche Kranzränge und einen Schweizer-Meister-Titel umfasst. Wegen einer Schulterverletzung konnte Kurt Brugger bei der Abschiedsfahrt nicht selbst rudern. Seinen Part übernahm Martins Sohn, Kurt Brugger Junior. Die Sprösslinge an der Jungpontonier-SM sind gut beraten, sich die Leistungen der Brüder Brugger zum Vorbild zu nehmen.