Regionalsport-Oscars
Abschied der Jahres: Carmen Cavelti

Alles hat ein Ende, auch das Sportjahr 2014. Somit ist es höchste Zeit, die Heldinnen und Helden des Regionalsports zu küren - sechs an der Zahl. Dies ist der zweite Teil.

Michael Schenk
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Janine Greiner, Carmen Cavelti, Carmen Schäfer und Mirjam Ott bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi.

Janine Greiner, Carmen Cavelti, Carmen Schäfer und Mirjam Ott bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi.

Keystone

Eine Feldbrunnerin kommt, eine andere geht. Während der sportliche Stern von Triathletin Daniela Ryf seit diesem Jahr heller den je leuchtet, ist jener von Curlerin Carmen Cavelti, geborene Küng, vom Firmament verschwunden. Die 36-jährige Solothurnerin hat an den Olympischen Spielen in Sotschi ihren letzten Stein abgegeben – zumindest auf dem internationalen Parkett. Nicht eben mit einem Lachen in ihrem oft fotografierten Gesicht.

Cavelti, die im Juni geheiratet hat, und ihre Mitstreiterinnen vom CC Davos verteidigten in Sotschi die Ledermedaille für die Viertplatzierten, die sie bereits 2010 in Vancouver «gewonnen» hatten. Ein Triumph, auf den die Krankenschwester, die das Wort ohne Samthandschuhe anfasst und es fadengerade benützt, gern verzichtet hätte. Damit bleibt der WM-Titel 2012 im Mutterland des Curlings, im kanadischen Lethbridge, ihr grösster Erfolg. Apropos Mutter: Cavelti, inzwischen in Laax wohnhaft, blickt einem freudigen Ereignis entgegen. Sie und ihr Ehemann werden Ende Januar erstmals Eltern.