Fussball
Abnützungskampf ohne Sieger

Das Nachtragsspiel zwischen Mümliswil und Härkingen fand keinen Sieger.

Raphael Wermelinger
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Sinnbildlich: Hart umkämpfter Zweikampf zwischen den Protagonisten Reto Schärmeli und Manuel Nünlist.

Sinnbildlich: Hart umkämpfter Zweikampf zwischen den Protagonisten Reto Schärmeli und Manuel Nünlist.

Markus Müller

Zimperlich gingen gestern Abend weder die Mümliswiler noch die Härkinger zu Werke. Das Nachtragsspiel der zweiten Meisterschaftsrunde war geprägt von kompromisslosen, teilweise überhart geführten Zweikämpfen – ein wahrer Abnützungskampf wie er hatte erwartet werden können. Über die gesamte Spielzeit gesehen hätten die Gastgeber aufgrund der Spielanteile und des Chancenplus’ die drei Punkte verdient gehabt, doch die Mümliswiler vermochten aus dem Spiel heraus nicht zu reüssieren. Fehlten im Angriff noch die nötige Konsequenz und Kaltblütigkeit, überzeugte bei den Guldentalern dafür die neu formierte Abwehrreihe um die Zuzüge Kanwar und Schalt. Das Heimteam gestand dem Gegner über die gesamten neunzig Minuten kaum Torchancen zu.

Zwei Neue im Mittelpunkt

Für das zweite Spiel der noch jungen Saison vertrauten beide Trainer grösstenteils auf die gleiche Startelf wie am ersten Spieltag. Beim Gastgeber Mümliswil kam gegenüber dem Match in Deitingen, der mit einem Punktgewinn geendet hatte, Stürmer Reto Schärmeli neu in die Startformation, bei den Härkingern ersetzte Manuel Nünlist Daniel Pfluger in der Abwehr. Diese beiden Akteure waren dann auch gleich in die erste heisse Szene der ersten Halbzeit involviert. Aussenverteidiger Nünlist stiess Schärmeli, der von Nicola Ackermann per Kopf steil lanciert worden war, im Strafraum in den Rücken. Schiedsrichter Male taxierte diese Aktion – eher streng – als Foul und zeigte auf den Penaltypunkt. Nicola Ackermann verwertete den Strafstoss souverän zur Führung für das Heimteam in der 21. Minute.

Härkingens Reaktion

Wie schon beim 4:2-Sieg im Startspiel gegen Iliria, als die Elf von Trainer Bruno Büttiker früh mit 0:2 im Hintertreffen gelegen hatte, war von den Härkingern wiederum eine Reaktion gefordert. Und diese kam knapp zehn Minuten nach dem 1:0 durch einen herrlich vorgetragenen Konter. Nach einem abgewehrten Eckball wurde Stürmer Jan Büttiker in der Spitze angespielt, der für Weilenmann ablegte. Dieser lancierte direkt Andreas Oeggerli am linken Flügel, und der Topscorer der Gäuer liess sich die Chance alleine gegen den Mümliswil-Torwart Kaufmann nicht nehmen und traf mit links zum Ausgleich.

Mümliswil mit Aluminiumtreffer

In der zweiten Halbzeit waren bereits wieder mehr als zehn Minuten verstrichen, als die Gäste die erste nennenswerte Offensivaktion verzeichneten. Jan Büttikers satter Weitschuss wurde aber zur Beute von Goalie Kaufmann. Diese Szene nahmen die Mümliswiler als Weckruf, im Gegenzug scheiterte Nicola Ackermann mit einem Flachschuss an Härkingens Schlussmann Brönnimann. Keine Zeigerumdrehung später wäre dieser dann zum zweiten Mal geschlagen gewesen, doch der Weitschuss von Schärmeli klatschte an die Querstange.

Auch während der letzten halben Stunde verzeichneten die Gastgeber ein leichtes Chancenplus. Die beste Möglichkeit vergaben die Guldentaler in der 71. Minute: Zuerst brachte Nicola Ackermann das Leder nicht an Brönnimann vorbei, dann setzte Schärmeli den Abpraller nur knapp neben das Gehäuse.

In der Schlussphase suchten dann beide Mannschaften, doch eher auf Sicherheit bedacht, den Lucky Punch mit hohen Bällen in den Strafraum. Der Siegtreffer wollte aber keinem Team mehr gelingen. Die Gesichter der Spieler nach dem Schlusspfiff bewiesen, dass man beidseits nicht wirklich glücklich war mit der Punkteteilung. Immerhin konnten beide Mannschaften ihre Ungeschlagenheit wahren.

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