NLB
Abgeklärt die Serie verlängert und Vorsprung auf acht Punkte erweitert

Trotz müder Beine holten die Oltner die budgetierten drei Punkte gegen Martigny. Spielerisch unterlegen hielten die Walliser zumindest kämpferisch entgegen.

michael forster
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Genau so zäh, wie sich diese Offensivsituation mit Wüst (links) und Brunner präsentiert, war die Partie gegen Red Ice über weite Strecken. hr. aeschbacher

Genau so zäh, wie sich diese Offensivsituation mit Wüst (links) und Brunner präsentiert, war die Partie gegen Red Ice über weite Strecken. hr. aeschbacher

HR.Aeschbacher

Es wurde das erwartete Kampfspiel gegen den Tabellenvierten. Dabei liessen die Gastgeber zu keinem Zeitpunkt Zweifel daran aufkommen, den sechsten Sieg hintereinander einzufahren. Zu abgeklärt spielten sie vor allem in der eigenen Zone, zu gross waren die Vorteile im Vergleich mit ihrem Gegner.

Dieser war zwar resultatmässig lange auf Schlagdistanz, vermochte die Lücke aber, nach einem wiederum starken Mitteldrittel der Oltner, nicht mehr zu schliessen.

Nur bezüglich Aggressivität konnten die Unterwalliser mithalten, doch genau diese eigentliche Qualität wandte sich gegen Ende der Partie zur Hypothek, in Form von Strafminuten. Damit war der Weg frei für einen schliesslich ungefährdeten Heimerfolg der Oltner, welcher spätestens nach Remo Hirts herrlich vollendeten und Diego Schwarzenbach mustergültig vorbereiteten 4:1 feststand.

Truttmann vom Feld gestellt

Bereits als sich die beiden Mannschaften zur zweiten Pause vom Eis machten, stieg der Lärmpegel im Publikum merklich an. Zum einen dankten die gut 3500 Zuschauer den Akteuren für ein absolut attraktives Mitteldrittel, andererseits mischte sich aber auch eine unüberhörbare Prise Ärger in die Verlautbarungen. Grund dafür war (auch) der Entscheid des deutschen Headschiedsrichters Sascha Westrich, Marco Truttmann wegen wiederholten Reklamierens unter die Dusche zu schicken.

Wie schon gegen Langenthal war der letztjährige NLB-Topscorer ein Aktivposten und brachte viele gute und überraschende Elemente ins Spiel seiner Mannschaft ein. Darunter auch den zweiten Assist zum 2:1 in der 27. Minute, als die Oltner ihre zweite Möglichkeit in Überzahl souverän zur zweiten Führung der Partie ausnutzten.

Aggressives Schlussdrittel

Der Treffer war nicht nur sehenswert weil direkt herauskombiniert, er läutete auch endgültig eine lange Phase der Oltner Überlegenheit ein. Zwei Tore Reserve nach 40 Minuten – das war beruhigend, und es sollte denn auch für einen am Ende problemlosen Sieg reichen. Denn der letzte Abschnitt war geprägt von Diskussionen, vielen kleineren und grösseren Nicklichkeiten und jeder Menge Strafen.

Alleine zehn kleine Ausschlüsse musste Westrich in dieser Spielphase aussprechen. Ein abgelenkter Lattenstreifschuss Lachmatovs war noch das Gefährlichste, was die Gäste in Richtung des souveränen Michael Tobler abzufeuern imstande waren. Selbst wenn auf der anderen Seite nicht der souveräne Leader aus Olten gestanden hätte, wären die Walliser an jenem Abend ohne Punkte nach Hause gereist.