Coronahilfe
Dem EHC Olten spült es über eine Million in die Kasse – und es wird noch mehr geben: Das sagt der Klub dazu

Der EHC Olten profitiert von den À-fonds-perdu-Geldern des Bundes und zeigt sich dankbar über die nicht selbstverständlichen Zahlungen. EHCO-Geschäftsführer Patrick Reber nimmt Stellung dazu.

Silvan Hartmann
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Playoff-Stimmung à la 2021: Der EHC Olten hatte beinahe die komplette Saison ohne Zuschauer austragen müssen, wie hier in diesem Bild während den Playoffs gegen Sierre.

Playoff-Stimmung à la 2021: Der EHC Olten hatte beinahe die komplette Saison ohne Zuschauer austragen müssen, wie hier in diesem Bild während den Playoffs gegen Sierre.

Claudio De Capitani / freshfocus

Diese Zeitung hatte am Wochenende gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz exklusive Zahlen des Bundesamts für Sport veröffentlicht, die aufzeigen, wie viel À-fonds-perdu-Gelder die Schweizer Sportklubs im Detail erhalten haben. Mit den Coronahilfen entschädigt der Bund die Sportklubs für entgangene Ticketeinnahmen, da die vergangene Saison fast ausschliesslich ohne Fans ausgetragen wurde.

Als Referenz für die Zahlungen wurden die durchschnittlichen Ticketeinnahmen der Saison 18/19 berücksichtigt. Und da hatte der EHC Olten mit 3308 Zuschauern in der Quali und 4778 Fans in den Playoffs eine stolze Statistik vorzuweisen.

Nun zeigen die Zahlen, dass in der Swiss League der EHC Olten hinter dem EHC Kloten am meisten profitierte von den Zahlungen, die keine Darlehen sind, sondern Geschenke. Für 24 Spiele bekam der EHC Olten 1184067 Franken ausbezahlt. Zudem steht noch eine weitere Zahlung für die drei Halbfinal-Playoffspiele im April gegen Kloten aus.

EHCO-Geschäftsführer Patrick Reber ist dankbar für die Unterstützung:

«Wir sind sehr zufrieden. Die Beiträge des Bundes, aber auch des Kantons, waren für unsere Organisation sehr wertvoll, um in einer schwierigen Zeit bestehen zu können. Ich würde sogar sagen, dass sie existenziell überlebenswichtig waren, denn gerade bei den Tickets und der Gastronomie haben der eine oder andere Franken gefehlt.»

Reber betont, dass sie es nie als Selbstverständlichkeit erachteten, Coronahilfen zu erhalten. Der CEO streicht die allgemeine Solidarität heraus, die sie in einer schwierigen Zeit erfahren hatten. «Unsere Partner, Sponsoren und viele Abobesitzer haben mit ihrer Solidarität mitgeholfen, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind. Dafür bedanken wir uns von ganzem Herzen.»

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