Eishockey NLB
8:0 gegen Lions: Der SC Langenthal stillt seinen Löwenhunger

Gelungener und überzeugender Auftakt Langenthals in die NLB-Playoffs: Gleich mit 8:0-Toren kantern die Oberaargauer die GCK Lions nieder. In den Viertelfinale liegt der SCL nun mit 1:0-Siegen vorn.

Daniel Gerber
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Langenthals Claudio Cadonau eröffnete das Skore und war beim 8:0-Sieg einer von acht verschiedenen Torschützen. hps/archiv

Langenthals Claudio Cadonau eröffnete das Skore und war beim 8:0-Sieg einer von acht verschiedenen Torschützen. hps/archiv

Mit einer Triplette im Startdrittel innert weniger als drei Minuten hängten die Oberaargauer ihren Gegner schlicht und ergreifend ab. Mit Brent Kelly, Jeff Campbell und Marc Schefer trafen drei Spieler der ersten Linie in nur 2:48 Minuten vom 2:0 zum 4:0.

Der SCL war sozusagen «Alleinbesitzer» des Spiels, hielt das Tempo hoch, skorte regelmässig und lieferte einen vorzüglichen Start in die Playoffs. Ähnlich wie letzte Saison, als im ersten Match der EHC Basel mit 6:0 niedergekantert wurde; die nächsten Duelle wurden dann allerdings enger.

Behält Langenthal diese Form, braucht um den Halbfinaleinzug nicht gebangt zu werden. Wichtig ist für das Team von Trainer Heinz Ehlers, nun nicht nachzulassen. Auch hier lieferte der SCL letzte Saison Anschauungsunterricht. Gegen den scheinbar uneingeschränkten Dominator Lausanne startete das Berner Team mit einer 1:6-Niederlage in die Finalserie, die dann gewendet und mit dem Titel gekrönt wurde. SCL-Stürmer Stephan Moser sagte: «Sie werden weiterkämpfen, wir müssen unser bestes Spiel zeigen.» Geknickt seien die Lions nicht. Moser wie auch Verteidiger Marc Schefer erklärten, dass die Zürcher zu Beginn stärker waren. Schefer: «Sie machten zuerst recht Druck.» Der SCL habe Mühe gehabt, die Scheibe rauszubringen. Doch mit zunehmendem Rückstand konnte sich der Qualifikationssiebte nicht mehr aufraffen.

Bereits morgen Sonntag stehen sich die Teams in Küsnacht gegenüber, keine 48 Stunden nach der Startbegegnung. Während der SCL die als schwierig eingestufte Pflicht erfüllte, ist eine erste Überraschung bereits geschehen: Aufsteiger Martigny, der die Playoff-Teilnahme erst in der letzten Runde sicherte, schaffte das Break gleich zum Auftakt beim Qualisieger Ajoie – und das mit 6:2-Toren.

Auch wenn der SCL erst am Sonntag wieder spielt, dürfte es bereits heute Samstag interessant im Klubumfeld werden. Offenbar wurde ein weiterer Ausländer verpflichtet – über den Namen wird noch eisern geschwiegen. Während dieser «Import» vor seinem ersten Spiel steht, feierten gegen die Lions zwei andere Jubiläum: Yanick Bodemann (250. SCL-Spiel) und Stephan Moser (150.).