EHC-Olten
7:2-Kantersieg gegen Kloten: Ein Galasieg des EHC Olten ganz im Zeichen des Teams

Der EHC Olten führt auf fremdem Eis den EHC Kloten mit 7:2 vor und bestätigt mit dem siebten Sieg in Serie die Aufwärtstendenz der letzten Wochen. Es ist ein Sieg, der auf einer reifen, abgeklärten Teamleistung basiert.

Silvan Hartmann
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Swiss League, 18. Runde, EHC Kloten - EHC Olten (02.11.2019)
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Für Kloten und Trainer Per Hanberg läuft es nicht wie gewünscht, der Favorit fand gegen die aufspielenden Powermäuse keine Mittel.
Letztlich macht Olten souverän den Sack zu: Stanislav Horanský erzielt mit seinem 7:2 den letzten Treffer des Tages.
Oltens Daniel Eigenmann (r.) ist deutlich schneller als Ramon Knellwolf und Eric Faille (v.l.) - der EHCO hat die Partie im Griff.
Trotz all dem Jubel bleibt die Meute auf der Bank besonnen - auch, als das 6:2 durch Klotens Robin Figren fällt.
Einmal mehr muss Klotens Torhüter Dominic Nyffeler hinter sich greifen: In der 41. Minute fällt das 6:1 durch den Oltner Evgueni Chiriayev.
Die beiden Powermäuse Silvan Wyss und Daniel Eigenmann (v.l.) können ihr Glück kaum fassen.
Verbissen kämpfen Klotens Tim Grossniklaus (l.) und EHCO-Spieler Stanislav Horansky um den Puck.
Mit einem satten Vorsprung verabschiedet sich der EHC Olten fulminant aus dem Mitteldrittel.
Der EHCO lässt es Tor regnen, erneut braucht es nur zwei Minuten, bis Janis Elsener nachliefert und den Vorsprung auf 5:1 vergrössert.
Klotens Trainer Per Hanberg ist sichtlich unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die Olten hinterherhinkt.
Auch der auf der Bank sitzende Kloten-Spieler Romano Lemm ist erst einmal bedient.
Nur zwei Minuten nach dem ersten EHCO-Treffer im Mitteldrittel doppelt Diego Schwarzenbach nach und erzielt das 4:1.
Einmal mehr wird Kloten-Torhüter Dominic Nyffeler (l.) bezwungen: Dank Michael Rudolf fällt das 3:1 für die Gäste.
Mit kindlicher Freude bejubelt Spieler Keijo Weibel den ersten EHCO-Treffer im Mitteldrittel.
Silvan Wyss (l.) müht sich gegen Klotens Romano Lemm ab. Im Duell mit dem Hausherr bleibt der EHCO-Spieler auf der Strecke.
Im Mitteldrittel dürfen sich Trainer Per Hanberg und Kloten zuerst freuen. Dank Stürmer Marc Marchon verkürzt das Heimteam auf 1:2.
Die Freude bei den EHCO-Spieler nach dem 2:1 im ersten Drittel ist riesengross. Eine derart deutliche Führung war gegen den Favoriten Kloten nicht zu erwarten.
Jerome Lanz (l.) verursacht noch einmal Glücksgefühle - der EHCO-Spieler erzielt in der 18. Minute das 2:0.
Oltens Evgueni Chiriayev (r.) lässt seinen Duellpartner gnadenlos hinter sich.
Er sorgt für den ersten Treffer des Tages: Nach nur acht Minuten erzielt Alban Rexha (r.) das 1:0 für den EHC Olten.
Gekonnt setzt sich Rexha (l.) gegen seinen Mitstreiter Eric Faille durch, der daran scheitert, den EHCO-Spieler aufzuhalten.
Diego Schwarzenbach gehört die erste Chance der Partie, doch er scheitert an EHCK-Goalie Melvin Nyffeler.
Beide Mannschaften starten nervös in die Partie. EHCO-Spieler Lukas Haas (l.) hat gegen Edson Harlacher das Nachsehen.
Klotens Legende Anders Eldebrink scheint sich auf das Aufeinandertreffen mit Olten zu freuen. Strahlend begrüsst er die Zuschauer.
Auch EHCO-Spieler Philipp Rytz (l.) und Romano Lemm können den Start der Partie kaum erwarten. Beide posieren vor dem Einwurf mit Conny Evenson (M.) und dem Matchpuck.
Entspannter sehen das Ganze hingegen Trainerlegende Conny Evenson, ein Kloten-Funktionär und Anders Eldebrink (v.l.).

Swiss League, 18. Runde, EHC Kloten - EHC Olten (02.11.2019)

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7:2 – sieben zu zwei! Die zahlreich mitgereisten EHCO-Fans trauten ihren Augen nicht, was sie auf dem Videowürfel nach der Schlusssirene ablesen durften. Über 60 Minuten, im Stile eines absoluten Topteams, beherrschte der EHC Olten den Aufstiegsaspiranten Kloten, der zuletzt acht Siege aneinanderreihte.

Als stünden nur Teamleader auf dem Eis

Da war von jedem einzelnen EHCO-Spieler Einsatzwille total, Kampf, Leidenschaft und Herz über die volle Distanz zu sehen. Selbst Ersatztorhüter Matthys ging in seiner Rolle auf, motivierte jeden einzelnen Spieler nach jedem Wechsel schulterklopfend. Die Körpersprache bei den Oltnern im äusserst temporeichen, physischen und technischen Spiel sprach Bände.

Und auch auf dem Eis war eine Teameinheit am Werk, die überzeugt – und grosse Charakterstärke beweist. Sinnbildlich dafür stand etwa Jewgeni Schirjajew, der sich zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 7:2 in einen Schuss wirft. Oder da waren jene Spieler, die nach den äusserst zahlreichen defensiven Unsicherheiten abermals die Fehler des nächsten Mitspielers ausbügelten. Es gipfelte schliesslich darin, dass sämtliche Rollen im Team verflossen, als stünden überhaupt nur Leader auf dem Eis.

Linie 3 und 4 am Ursprung des Sieges

Es waren denn auch die Sturmlinien drei und vier, die den EHC Olten so richtig in Fahrt brachten. Rexha eröffnete nach einem dominanten Start das Skore (8.), Jerome Lanz doppelte mit seinem allerersten Saisontor im EHCO mit einem sehenswerten Handgelenkschuss in den Torhimmel nach (18.).

Die Powermäuse liessen sich durch den Anschlusstreffer 15 Sekunden vor Drittelsende nicht aus der Bahn werfen und schalteten gegen Spielmitte wieder einen Gang höher.

Michael Rudolf lenkte im Slot einen starken Elsener-Schuss unhaltbar ab (32.) und Schwarzenbach verwertete nach einer kämpferischen Puckeroberung von Wyss einen Schirjajew-Pass eiskalt (34.).

Es folgten die Powerplaytore von Elsener (36.) und Schirjajew (42.), ehe Stan Horansky in seinem zweiten Saisonspiel mit dem 7:2 (56.) den Schlusspunkt auf die Galavorstellung der Oltner setzte.

Der EHC Olten verabschiedet sich nun in die elftägige Nationalmannschaftspause. Erst stehen noch einige intensive Trainingseinheiten auf dem Programm, ehe sich die Truppe von Fredrik Söderström vier Tage Auszeit gönnt. Sie sind nach 8 Spielen in 18 Tagen und 7 Siegen in Serie zweifellos berechtigt.

Kloten - Olten 2:7 (1:2, 0:3, 1:2)

5259 Zuschauer. - SR Eichmann/Hendry, Micheli/Bachelut. - Tore: 8. Rexha (Haas, Weder) 0:1. 18. Lanz (Sartori) 0:2. 20. (19:45) Marchon (Powerplaytor) 1:2. 32. Rudolf (Elsener, Weibel) 1:3. 34. Schwarzenbach (Chiriaev) 1:4. 36. Elsener (Haas, Chiriaev/Powerplaytor) 1:5. 42. Chiriaev (Schwarzenbach, Eigenmann/Powerplaytor) 1:6. 52. Figren (Forget) 2:6. 56. Horansky (Nunn, Weisskopf) 2:7. - Strafen: je 5mal 2 Minuten.

Kloten: D. Nyffeler (L. Janett); Ganz, Grossniklaus; Steiner, Stämpfli; Back, Harlacher; G. Janett; Sturny, Füglister, Lemm; Marchon, Forget, Figren; Lehmann, Faille, Knellwolf; Mettler, Sutter, Krakauskas; Wetli.

Olten: S. Rytz (Matthys); P. Rytz, Lüthi; Eigenmann, Elsener; Sartori, Weisskopf; Maurer, Heughebaert; Horansky, Knelsen, Nunn; Wyss, Schirjajew, Schwarzenbach; Haas, Rexha, Weder; Weibel, Rudolf, Lanz.

Bemerkungen: Olten ohne Fogstad Vold (leichte Hirnerschütterung), Rouiller (rekonvaleszent) sowie Salzgeber (abwesend). Kloten ohne Obrist, Kellenberger, Kindschi, Brunner (alle verletzt), Seifert, Halberstadt, Kälin (alle überzählig).

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