Solothurner Cup

4:3 gegen Mümliswil: FC Fulebach gewinnt Kantonalcup

Jubel: Das Team des SC Fulenbach hat sich vor 2500 Zuschauerinnen und Zuschauern den Cupsieg geholt.

Jubel: Das Team des SC Fulenbach hat sich vor 2500 Zuschauerinnen und Zuschauern den Cupsieg geholt.

Am Ende hiess es für den SC Fulenbach doch noch: Ende gut, alles gut. Fulenbach gewinnt nach anfänglichen Problemen das Finalspiel um den Kantonalcup gegen Mümliswil mit 4:3

Bereits in der vierten Minute wurde der Cupfinal zwischen dem «Heimteam» Mümliswil – dies wurde so ausgelost – und dem eigentlichen Gastgeber Fulenbach so richtig lanciert. Nach einem Eckball stieg Mümliswils Innenverteidiger Nicola Ackermann am höchsten und köpfelte den Ball via Pfosten ins Netz. Der Aussenseiter aus der Drittliga lag also bereits früh in Führung, was die sonst schon nervös wirkenden Fulenbacher noch mehr zu lähmen schien. Abgesehen von einem Eckball verzeichnete die Mannschaft von Trainer René Scherz keine einzige Torchance während der ersten dreissig Minuten.

Ganz anders die Mümliswiler, welche mit dem Vorsprung im Rücken aufblühten. In der 22. Minute verpasste Bozo Krizanovic mit seinem stark getretenen Freistoss das Gehäuse nur knapp und in der 30. Minute hätte es dann definitiv 2:0 stehen müssen. Nach einem Schnitzer der Fulenbacher Hintermannschaft kam Adrian Kamber plötzlich völlig freistehend zum Abschluss, spedierte das Leder jedoch übers Tor.

Fahrlässigkeit wurde bestraft

Das Auslassen dieser hochkarätigen Möglichkeit wurde praktisch im Gegenzug bestraft. Dem Mümliswiler Verteidiger sprang der Ball im Sechzehner unglücklich an die Hand und Schiedsrichter Suma entschied ohne zu zögern auf Strafstoss. Diesen verwandelte SCF-Captain Kevin Lenz zum 1:1-Ausgleich. Dennoch gelang es dem Oberklassigen in der Folge weiterhin nicht, das Spieldiktat in die Hand zu nehmen. Im Gegenteil, Fulenbach entging in der 41. Minute dem abermaligen Rückstand nur knapp. Der Flachschuss von Krizanovic landete jedoch am Pfosten. Auch das sollte sich rächen, denn keine zwei Zeigerumdrehungen später jubelten plötzlich die Fulenbacher. Nach einer kurzen Cornervariante brachte von Rohr den Ball in die Mitte, wo Nicolo Müller goldrichtig stand und per Kopf den Pausenstand von 2:1 für den SC Fulenbach markierte.

Nicht gut, aber effizient

Auch nach dem Seitenwechsel waren es vorerst die Guldentaler, welche die besseren Chancen kreierten. Gleich zweimal vergab Mümliswils auffälligster Spieler Nicola Ackermann den Ausgleichstreffer. In der 48. Minute landete sein Kopfball aus kurzer Distanz genau in den Händen des Fulenbacher Schlussmanns. Mirakulös lenkte dieser rund zehn Minuten später auch den starken Freistoss von Nicola Ackermann gerade noch über die Querlatte. Fulenbach spielte nicht gut, aber unglaublich effizient. Und das reichte gestern. In der 66. Minute zog der eingewechselte Stürmer Fabian Wyss von ausserhalb des Sechzehners einfach mal ab und sein präziser Flachschuss fand tatsächlich den Weg ins Tor. Lange hielt das Polster von zwei Toren Vorsprung aber nicht. In der 70. Minute pfiff Schiedsrichter Suma den zweiten Handelfmeter, diesmal für Mümliswil. Nicola Ackermann lief an, drosch den Ball in die Tormitte und avancierte dadurch zum Doppeltorschützen.

Fell teuer verkauft

In der 74. Minute folgte die spielentscheidende Szene: SCF-Stürmer Fabian Wyss lancierte seinen Mitspieler Ramon Affentranger, welcher den zögernden Mümliswiler Goalie mit einem Lob düpierte. Zu allem Überfluss für den FCM verletzte sich in dieser Szene auch noch Widmer. Beim Versuch, den Ball noch vor der Torlinie zu klären, holte er sich eine klaffende Schnittwunde an der Hand und musste ins Spital geführt werden. Trotz Unterzahl – Trainer Schneeberger hatte schon alle drei Wechsel verbraucht – verkauften die Mümliswiler ihr Fell auch in der Schlussviertelstunde teuer. In der 81. Minute gelang durch Dominik Ackermann sogar noch einmal der 3:4-Anschluss, Fulenbach schaukelte den Vorsprung jedoch über die Zeit und schaffte den Heim-Cupsieg.

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