Fussball 1. Liga

4:1-Sieg gegen die Old Boys Basel: Solothurn bleibt auf der Erfolgsspur

Die Solothurner zeigten im Spiel gegen die Old Boys Basel eine starke Leistung.

Die Solothurner zeigten im Spiel gegen die Old Boys Basel eine starke Leistung.

Mit dem siebten Sieg in Folge konnte der FC Solothurn seine aufsteigende Leistungskurve bestätigen. Trotz früher Führung musste sich der freiwillige Promotion-League-Absteiger Old Boys Basel unter dem ehemaligen FCS-Trainer Aziz Sayilir schliesslich mit einer deutlichen 1:4-Niederlage geschlagen geben.

Entscheidende Elemente für diesen verdienten Erfolg der Solothurner waren deren Flexibilität im Umgang mit einem unbequemen Gegner und das Wissen, nicht nur auf einen Topskorer angewiesen zu sein. Mit Chatton, Osmani, Stauffer und Veronica konnten sich nämlich vier verschiedene Torschützen feiern lassen.

Wirkungsvolles Umschaltspiel

Die Basler, bei denen nicht nur der Trainer, sondern auch die Spieler Kaltrim Osaj und Tan eine Solothurner Vergangenheit haben, setzten speziell auf ihre Schnelligkeit. Zudem wollten die Besucher mit enger Manndeckung im Mittelfeld die Schlüsselpositionen des Gegners schwächen.

Wie wirkungsvoll ihr Umschaltspiel ist, bewiesen die Rheinstädter in der zehnten Minute: Ihre pfiffige Sturmspitze Dieng enteilte. Waylon Grosjean konnte den Senegalesen nur mittels Foulspiel stoppen. Den Elfmeter versenkte der 30-Jährige selbst, wobei Jeffrey Grosjean die richtige Ecke erahnte und gegen seinen linken Pfosten tauchte (11.).

Weiterhin versuchten die im Zweikampf robust auftretenden Gäste dem Platzklub wenig Raum zu lassen. Die Ambassadoren bauten jedoch auf ihr Selbstvertrauen. Dieses ermöglichte ihnen, Mittel und Wege zu finden, das Resultat noch vor dem Seitenwechsel zu kehren.

Vom 0:1 zum 2:1 vor der Pause

Vor dem Ausgleich verloren die Old Boys den Ball in der Mitte ihrer Feldhälfte. Drei Solothurner antizipierten richtig. Veronica kam halblinks in Ballbesitz und spielte in seinem Couloir zu Chatton. Die Sturmspitze fackelte nicht lange und schloss nach rechts zum 1:1 ab (24.).

Neun Minuten später erbte der aufmerksam aufgerückte Osmani zum 2:1. Vor ihm kamen Chatton und Hunziker gegen OB-Hüter Baldinger nicht durch. Weil Dieng in der Nachspielminute nach einem 30m-Freistoss von Kiendrebeogo seinen Kopfball von Jeffrey Grosjean knapp vor der Torlinie wieder bei dessen linken Pfosten pariert sah, blieb es bei der 2:1-Pausenführung der Gastgeber.

«Die Reaktion der Mannschaft hat mir gefallen, sie behielt das Zepter in der Hand, liess keine Hektik aufkommen und zeigte mentale Stärke», freut sich Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak über diesen Umschwung.

Souverän zu zwei weiteren Toren

Gegen das Tempospiel der Basler mussten sich die Solothurner zu Beginn der zweiten Hälfte wieder stärker erwehren. Dabei wirkten sie nicht immer kompakt und abgestimmt. An der Effizienz fehlte es jedoch nicht.

Auf einen Corner Osmanis prüfte Chatton Baldinger mit einem Kopfball. Der OB-Schlussmann konnte nur nach vorne abwehren und Stauffer drehte die Kugel mit Übersicht nach rechts um den Gegenspieler. Er traf am rechten Torpfosten zum 3:1 (64.). «Wir behielten unsere Souveränität bei, wobei für uns das schnelle 3:1 wichtig war», betont der Pole.

Das Geschehen wurde ruppiger. Die je zwei Verwarnungen in den Minuten 72 und 73 sprechen dafür. Doch die Stadion-Elf verlor dabei Übersicht und Ziel nie. Einen ideal getimten Querpass von Chatton übernahm halbrechts Veronica zum 4:1 (81.).

«Unsere Entwicklung geht weiter»

Mit diesem Treffer unterstrichen die Einheimischen Stärke und Willen, sich auch mit einer durchschnittlichen Leistung nicht aus dem Konzept zu bringen. «Unsere Entwicklung geht weiter, das zeigte sich auch gegen diesen unangenehmen Gegner, wobei wir den Vorteil haben, dass nicht nur Chatton Tore schiessen kann», stellt Skrzypczak sachlich fest.

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