Kanu

40. Aaremeisterschaft: Bieler trocknen Grenchner ab

Adrian Sallaz vom organisierenden Kanuclub Grenchen musste sich Lukas Werro geschlagen geben. bieri

Adrian Sallaz vom organisierenden Kanuclub Grenchen musste sich Lukas Werro geschlagen geben. bieri

Die einheimischen Grenchner müssen sich an der 40. Aaremeisterschaft in Grenchen mit Platz zwei zufriedengeben. Sowohl in der Mannschaftsdisziplin als auch im Einzel hatten die Bieler die Nase vorn.

Die Nummer 2 im Schweizer Kanu-Sport, der Bieler Lukas Werro, prägte mit vier Kategoriensiegen den Jubiläums-Slalom in Grenchen. Auch Damen-Siegerin Andrea Grathwohl kommt aus der Seeländer Metropole. Als besten Regionalen verblieben den Gastgebern im Mannschaft-Wettbewerb sowie im Kajak Adrian Sallaz und Sonja Baumgartner nur die zweiten Plätze. Der 20-jährige Sportstudent Werro gewann mit Jeremias Schläfli den Canadier-Zweier, die Teamwertung mit Sebastian Ries und Matthias Stähli sowie die Canadier- und Kajak-Einzel souverän.

Wackelndes Tor in zweitem Lauf

«Werro hat sich die Olympia-Teilnahme zum Ziel gesetzt», anerkannte Sallaz dessen Dominanz. Ohne Fehler war der Einheimische im ersten Lauf fast fünf Sekunden langsamer als Werro mit zwei Strafsekunden. «Zweimal musste ich ausweichen, um Berührungen zu verhindern und liess dabei zwei Sekunden liegen.»

Mit zwei Fehlern im zweiten Durchgang vergab der 21-Jährige eine Verbesserung, denn in der Laufzeit war Werro nur acht Hundertstelsekunden schneller. «Im zweiten Lauf hatte ich Probleme bei Tor 18, weil der vor mir gestartete Schläfli mit der Hand den Pfosten berührte, was ihm 50 Strafsekunden eintrug, dass dieser stark nachschwang und mir die Durchfahrt erschwerte», erläuterte der Micro-Medizintechnik-Student.

Zufrieden in der Mannschaft

Im Mannschaftswettbewerb liessen die Bieler ihrer Konkurrenz unter der Archbrücke ebenfalls keine Chance. «Im ersten Lauf verschätzte ich mich bei Tor 8 und versuchte mich mit Abliegen zu retten, was jedoch nicht gelang», erklärte Sallaz. Ohne Vorbereitung erstmals zusammen mit Thomas Meister und Claudio Messmer im Team, gelang der zweite Lauf besser. «Wir sind zufrieden, weil ohne zu üben die Wechsel bei den Tordurchfahrten heikel sind», sagte Sallaz. «Wir mussten deshalb viel improvisieren», pflichtete ihm Thomas Meister bei.

Hinter ihrer Nationalmannschafts-Kollegin Andrea Grathwohl, mit der sie an der U23-WM in Banja Luka startete, war die in Oftringen wohnende Grenchnerin Andrea Baumgartner mit ihrem Ehrenplatz sehr zufrieden. «Der Parcours war flüssig, hatte aber zwei, drei schwierige Kombinationen», erläuterte die 21-Jährige.

Den Rückstand von zweieinhalb Sekunden führte die Konstrukteurin auf die Fitness zurück: «Obwohl ich mein Boot gut laufen lassen konnte, hat sie als Studentin gegenüber mir Vorteile, die diese Zeitdifferenz ausmachen.» Übrigens, das Bieler Männer-Trio war mit 108,43 Sekunden wesentlich schneller als ihre Klubkollegin Grathwohl im Frauen-Einzel in 111,08.

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