Fussball. 1. Liga
3:2 - Der FC Solothurn gewinnt ein turbulentes Spiel in Delémont

Am 13. Spieltag der 1. Liga Gruppe 2 gewinnt Solothurn gegen Verfolger Delémont und schafft sich so ein Sechs-Punkte-Polster auf die Jurassier. In einem turbulenten Spiel mit Führungen auf beiden Seiten, trifft Hunziker zum entscheidenden 3:2 für Solothurn.

Pius Rüegger
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Der FC Solothurn gewinnt in Delémont.

Der FC Solothurn gewinnt in Delémont.

Hans Peter Schläfli

„Dies ist ein wichtiger, ganz wichtiger Sieg“, so die ersten Worte vom Gäste-teamchef Hans-Peter „Bidu“ Zaugg. „In Bassecourt wollen wir einen guten Abschluss, um in der weiteren Rückrunde voll angreifen zu können“, schloss der Trainerroutinier. Mit dem letzten Spiel vor der Winterpause beginnt bereits die Rückrunde.

Bis zum Abpfiff nach insgesamt 98 Spielminuten blieb es eng. Die spielstarken Jurassier liessen nichts unversucht, noch einen Punkt sicher zu stellen. Trotz dieses extremen Druckes konnten die Gäste den Vorsprung halten. Dies war nicht selbstverständlich, denn der Solothurner Trainer war mit der Defensive nicht zufrieden: „Sie hat zu wenig Sicherheit gezeigt und ist in Schwierigkeiten geraten, weil sie nicht immer sauber abwehrte“. Diese Schwächen begleiteten beide Tore der Einheimischen. Beim 1:0 zauderten die Verteidiger, sodass Berberat den ersten Eckball noch ins Netz spedieren konnte (5.). Beim 2:2-Ausgleich zahlte sich sein Nachdrücken im Zweikampfverhalten aus, sodass sich auch Gästehüter Jeffrey Grosjean an seinem linken Pfosten überwinden lassen musste (61.).

Qualität im Abschluss

In der Endabrechnung machte die Effizienz in der Ausnützung der Konterchancen den Unterschied aus. Nur zwei Minuten nach dem einzigen Rückstand glich Stauffer auf einen sauber getimten Freistoss von Fleury aus. Die erstmalige Führung gelang Chatton auf Stauffer auf einen Entlastungsangriff in einer Druckphase nach Wiederbeginn dank seiner Übersicht (56.). Für einen Eckball rückten die Westschweizer in der 68. Minute zu stark auf.

Diese Öffnung nützten die Solothurner erneut zu einen erfolgreichen Gegenangriff. Hunziker übernahm frei Chattons Zuspiel zum platzierten Flachschuss, dem Siegtreffer. An diesen drei Toren zeigt sich die Entwicklung der Mannschaft in offensiven Belangen. Sie hatte die Qualität und die Quantität, auf den Gegner zu reagieren, auch wenn mit Dembélé wegen einer Familienangelegenheit und Bisevac wegen Rückenproblemen zwei Skorer fehlten.

„Wir haben gewusst, dass wir immer wieder zu guten Konterchancen kommen würden“, sagte Zaugg. „Delémont ist spielerisch stark, sodass wir verhindern mussten, sie in Schwung kommen zu lassen“, ergänzte der Gästetrainer. Dieses Risiko, das die Platzherren auf sich nahmen, kalkulierten die Ambassadoren ein. Vor allem Stauffer, der sich als eigentliche Relaisstation entpuppte, war für dieses rasche Umschalten exemplarisch. „In der Schlussphase hatten wir auch Glück, aber wir haben gekämpft, uns bemüht und Einsatz gezeigt, denn es war nicht einfaches Spiel heute“, hielt Zaugg fest.

Delémont - Solothurn 2:3 (1:1)

La Blancherie. – 350 Zu­schauer. – SR: Bontempelli. – Tore: Berberat 1:0, 7. Stauffer 1:1; 56. Chatton 1:2, 61. Berberat 2:2, 68. Hunziker 2:3.

Delémont: Lindenthal; Ren, Evan Stadelmann, Rossé, Villemin; Budimir (84. Beghidja), Ferreira; Fonseca (46. Mast), Walker (62. Germann), Dyonis Stadelmann; Berberat.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Disler (76. Anderegg), Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Koch, Fleury; Hunziker, Stauffer, Kohler (46. Zayas); Chatton.

Bemerkungen: Delémont ohne Oberli, Lovis, Zola, Kalkan (alle verletzt), Icic, Steullet und Erard (alle abwesend). So­lo­thurn ohne Dembélé (Familie), Bisevac, Schrittwieser, Nastoski, Veronica (beide verletzt), Tan, Nedzipi, Momoh, Ferrari und Russo (alle Junioren). – Solothurn spielt in einem alten schwarzen Dress, da das rotweisse Stammdress beim Waschen Schaden nahm und Delémonts Heimdress neongelb wie Solothurns Auswärtsdress ist. – 82. Dionys Stadelmann schiesst Freistoss an den rechten Pfosten. – Ver­war­nun­gen: 71. Stauffer, 72. Lindenthal (beide Foul), 75. Fleury (Spielverzögerung), 81. Hasanovic (Unsportlichkeit). – Eckbälle: 6:3 (1:3).

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker: