Tolle Billanz
3:0-Sieg gegen Sursee - Solothurn bleibt bereits zum elften Mal ohne Gegentor

Dass für Leader Solothurn nach der ersten Saisonniederlage in Sursee ein 3:0-Sieg herausschaute, ist auf eine Steigerung nach dem Seitenwechsel zurück zu führen.

Pius Rüegger
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Solothurns Mittelfeldspieler Shpetim Arifi. Remo Fröhlicher/Archiv

Solothurns Mittelfeldspieler Shpetim Arifi. Remo Fröhlicher/Archiv

Remo Fröhlicher

In der ersten Hälfte machten es die Luzerner ihrem Gast schwer. Ihre massierte Abwehr stand kompakt und präsentierte sich gut organisiert. Die Solothurner fanden weder Raum und noch Lücken. „Wir haben nach vorne zu wenig gemacht, um zu gewinnen“, erkannte Solothurns Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak. Einzig ein Freistoss von Arifi aus 22 Metern brachte Sursee-Goalie Peterhans in Schwierigkeiten (19.).

Anderseits hatten die Besucher Glück, dass Trost einen Lukic-Vorstoss verpasste, weil Jeffrey Grosjean noch vorher den Ball berührte (31.). Und eine Minute später konnte Anderegg in höchster Not gegen Feuchter beim linken Pfosten retten, nachdem die Solothurner Abwehr nach einem weiteren Lukic-Vorstoss ausgehebelt wurde. In dieser zerfahrenen Halbzeit ohne Linie offenbarten die Ambassadoren defensive Unsicherheiten. Zwingende Chancen gegen diesen unbequemen Gastgeber fehlten.

Frühe Führung wurde zum Vorteil

Die Skrzypczak-Truppe nützte die Pause. Sie zog die Lehren. Veronica flankte von rechts ins Zentrum. Im Bereich des Elfmeterpunktes versuchten Schlussmann Peterhans und Goalgetter Chatton sich des Balles zu bemächtigen. Lachender Dritter aus dieser Patt-Situation wurde der mitgelaufene Hunziker. Den frei gewordenen Ball verwertete er sicher zur Gästeführung (47.). „Diese Führung hat uns sehr geholfen“, stellte Skrzypczak fest.

Die Zentralschweizer kämpften für den Ausgleich und stellten dazu auf einen Vier-Mann-Sturm um. Mit dem Wechsel von Henzi zu Kohler auf der rechten Aussenverteidiger-Position gewann die Solothurner Abwehr für die Fortsetzung an Stabilität. Zudem bevorzugte der Tabellenführer das Konterspiel. Er liess die Einheimischen anrennen, sodass deren Aktionen effektiv keine Wirkung zeitigten.

Chattons 20. Meisterschaftstor

Mit einem klassischen Gegenstoss erhöhten die Solothurner zur Zwei-Tore-Führung. Veronica spielte Chatton, der sich antrittsschnell von seinem Gegenspieler löste, ideal in den Slot – sein 20. Meisterschaftstor! „Wir haben in dieser zweiten Halbzeit einen Gang zusätzlich zugelegt“, befand der FCS-Teamchef.

In der ersten von drei Nachspielminuten nützte seine Equipe den ihr zugestandenen Raum. Arifi liess auf Chattons Zuspiel mit seinem platzierten Flachschuss Peterhans keine Abwehrchance. „Das schnelle Umschaltspiel, eine unserer Stärken, Taktik und Geduld zahlten sich aus“, freute sich der 50-jährige Pole über den 17. Dreier und elften Sieg ohne Gegentor.

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