Laufsport
28. Weissensteinlauf: Gewinnen die Vorjahressieger erneut?

Petra Eggenschwiler und Mekonen Tefera sind am Sonntag die deutlichen Favoriten auf den Sieg am 28. Weissensteinlauf.

Raphael Wermelinger
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Petra Eggenschwiler gewann dieses Jahr vier Jura-Top-Tour-Läufe. Im August wurde sie Zweite beim Glacier-3000-Run und beim Inferno Triathlon.

Petra Eggenschwiler gewann dieses Jahr vier Jura-Top-Tour-Läufe. Im August wurde sie Zweite beim Glacier-3000-Run und beim Inferno Triathlon.

Christian Stähli

Der Weissenstein ist das Ziel der zweitletzten Etappe der Jura Top Tour 2018 am Sonntagmorgen. Der Start ist in der Fegetzallee bei der Kantonsschule Solothurn. Die Strecke ist knapp 14 Kilometer lang mit 1020 Metern Höhendifferenz. Beim 27. Weissensteinlauf im Vorjahr wurden 491 Finisher gezählt. Stand vorgestern sind dieses Jahr 200 Voranmeldungen eingegangen. Auch die Vorjahressieger Mekonen Tefera und Petra Eggenschwiler sind dabei. Womit die Favoritenrollen klar verteilt sind.

Die gebürtige Laupersdörferin Petra Eggenschwiler gewann dieses Jahr vier von sieben JTT-Läufen. Die 30-Jährige kam am schnellsten durch die Tüfelsschlucht und war als Erste auf dem Gempen, dem Roggen und dem Grenchenberg. Anfang Monat wurde Eggenschwiler Zweite am Glacier-3000-Run – rund 26 Kilometer und 2000 Meter Höhendifferenz von Gstaad hinauf auf den Glacier 3000. Dieser diente als Hauptprobe für den Inferno Triathlon vom vergangenen Samstag.

Durch die Hölle in den Himmel

Die Strecke: Von Thun nach Oberhofen schwimmen (3,1 Kilometer), mit dem Rennrad via Beatenberg und Grosse Scheidegg nach Grindelwald (97), mit dem Mountainbike via kleine Scheidegg nach Stechelberg (30) und zum Abschluss ein 25 Kilometer langer Berglauf mit 2175 Metern Höhendifferenz aufs Schilthorn. Nach 9 Stunden und 51 Minuten kam Eggenschwiler als Zweite ins Ziel.

Mekonen Tefera: Ihn gilt es zu besiegen.

Mekonen Tefera: Ihn gilt es zu besiegen.

Remo Froehlicher;Remo Fröhlicher

«Beim Inferno Triathlon sind Himmel und Hölle bekanntlich sehr, sehr nahe beieinander. Man muss durch die Hölle gehen, um in den Himmel zu kommen. Dies erlebt jeder Athlet und jede Athletin auf seine, ihre Weise. Bei mir hat an diesem Tag alles gepasst. Ich konnte mein Tempo von A bis Z hochhalten und dies verhalf mir zu dieser sehr guten Zeit und diesem Rang», schreibt die Geologin auf ihrer Homepage. Und weiter: «Meine Zeit ist sehr schnell und doch denke ich, dass ich noch Luft nach oben habe. So hoffe ich, dass dies nicht meine letzte Inferno-Herausforderung war.»

Der Sieg am Weissensteinlauf führt also definitiv über Petra Eggenschwiler. Der Mann, den es zu schlagen gilt, ist Mekonen Tefera. Der 26-jährige Äthiopier aus Herrenschwanden hatte schon im Vorjahr triumphiert. Am vergangenen Sonntag holte er sich den Sieg am 37. Belchen-Berglauf. Es war sein erster Jura-Top-Tour-Einsatz in diesem Jahr. Bei den vorherigen sechs Läufen gab es bei den Männern fünf verschiedene Sieger. Nur Jérémy Hunt konnte zwei Läufe gewinnen (Passwang- und Wengi-Berglauf). Läufts in Solothurn normal, gesellt sich Tefera dazu.