200er Marke geknackt

Das Heimspiel der NLA-Unihockeyaner von Wiler-Ersigen wurde zur Gala der Hofbauer-Brüder. Gleichzeitig knackten die Solothurner die 200-Tore-Marke.

Pius Rüegger
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Kevin Steffen sicherte sich mit seinem Treffer nach 37 Minuten und 35 Sekunden Spielzeit seinen Eintrag in den Unihockey-Geschichtsbüchern. Der rechte Flügelstürmer des dritten Blocks übertraf mit dem 6:3 erstmals für einen Schweizer Verein die 200-Tore-Marke in der Qualifikationsphase. «Ich war mir dessen überhaupt nicht bewusst, denn wir haben den Fokus nicht darauf ausgerichtet», sagte der 21-Jährige. «Persönlich bedeutet mir dieses Tor nicht so viel, aber fürs Team ist es toll, denn es spricht für unsere Leistung», blieb der kaufmännische Angestellte bescheiden.

Die Hofbauer-Brüder setzten mit ih-rem Doppelpack in den ersten sechs Minuten ein starkes Zeichen. Die Startphase prägten sie mit der 2:0-Führung. Beide Male war Christoph der Vorbereiter für seinen zwei Jahre älteren Bruder Matthias. Dass eine Überlegenheit auch Gefahren in sich birgt, zeigte die achte Minute. Gloor gab seinen Torschuss zu fein ab. Die Folge: ein Konter für Grünenmatt. Lüthi liess sich diese Chance nicht nehmen: 2:1. Grünenmatt sah sich weiterhin grossem Druck ausgesetzt. Das Nordländer-Duo Jussila und Quist nützte diese Vorgabe zum 3:1 (9.). Wieder konnten die Sumiswalder erfolgreich kontern. Liechti reüssierte zum 3:2-Anschluss (16.).

Nach der ersten Pause fanden die Wiler in der engmaschigen Gästeabwehr die Lücke lange nicht. Vielmehr mussten sie dem Emmentaler Rivalen den Ausgleich zugestehen. Sebek bestrafte fünf Sekunden vor Ablauf der 2-Minuten-Strafe Nussbächers mit dem 3:3 (27.). Mit diesem Zwischenresultat waren die Gastgeber nicht einverstanden. Sie antworteten mit einer Tempo- und Rhythmuserhöhung. Matthias Hofbauer mit seinem dritten persönlichen Tor (28.) und Mendelin (30.) schossen die Qualifikationsrundentreffer 198 und 199. Der 200. Treffer musste erdauert werden, wobei auch eine 2-Minuten-Strafe Grünenmatts ungenützt blieb. Nach Steffens historischem Einschuss erhöhte der Meister eine Zeigerumdrehung später auf 7:3 (38.).

Grünenmatts gesteigerte Aggressivität zahlte sich aus. Mosimann (45.) und Flühmann in Unterzahl (46.) verkürzten auf 7:5. Von Jussilas 8:5 49 Sekunden später liessen sich die Kantonsrivalen nicht beeindrucken. Mit dem abgelegten Respekt verhinderten sie, dass der Vorsprung der Gastgeber weiter anwuchs. Nur 19 Sekunden nach Zimmermanns 9:5 war in der 55. Minute Lüthi erneut mit einem Konter erfolgreich. Doch Zimmermann sicherte Wiler nicht nur das «Stängeli», sondern mit seinem zweiten Treffer ins leere Tor noch das 3:3-Teilresultat im Schlussdrittel.

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