«Wir haben unsere Ziele erreicht, als Leader zu überwintern, uns mit einem Sieg von unserem tollen Publikum zu verabschieden und als Mannschaft unserem jungen Torhüter zu helfen – insgesamt war es eine reife Leistung», freut sich der  Trainer der Einheimischen, Dariusz „Darek“ Skrzypczak, über diesen gelungenen Zwischenabschluss.

B-Junior Kissling ohne Gegentor!

Die Ambassadoren beeindruckten als stilsichere, erneut sehr solidarische Truppe, die ihren klaren Auftrag erfolgreich umsetzen konnte. Über den Ballbesitz wurde die Spielkontrolle angestrebt, um insbesondere den 15-jährigen Neel Kissling im Tor zu entlasten. Skrzypczak musste zur Variante 2 greifen, weil die Schulterverletzung bei Jeffrey Grosjean noch nicht ausgeheilt ist und man kein Risiko mit längerfristigen negativen Auswirkungen eingehen wollte. Insbesondere in den letzten zwanzig Minuten, als nach der Einwechslung von Fernandes für Lukic die Thut-Städter ihre Offensivkraft und -bemühungen augenscheinlich verstärkten,  konnte sich der Gymnasiast verschiedentlich auszeichnen.

Der Jungspund trug wesentlich dazu bei, dass die Null bestehen blieb. So musste er sich in seinen beiden Einsätzen nie bezwingen lassen! «Ich freue mich sehr über seine sehr gute Leistung, er hat es besser gemacht, als ich dachte», teilt Skrzypczak Kissling ein grosses Lob aus. Übrigens, auch der als Ersatzhüter aufs Matchblatt gerückte Ayko Flückiger mit Geburtsdatum 31. August 2003 ist ein B-Junior!

Der 15-jährige Neel Kissling blieb auch in seinem zweiten Spiel ohne Gegentor im Gehäuse des FC Solothurn.

  

Chattons wichtiger Führungstreffer

Die Gastgeber antizipierten gut. Sie kämpften um jeden Ball. Sie machten die Räume schon im Mittelfeld eng. Dadurch konnten die Zofinger nie aufkommen. Dazu kam das frühe und intensive Pressing. Die Rotweissen wirkten spritziger, oft einen Schritt schneller. Nur nach in Grenzen gehaltenen Ballverlusten oder Abstimmungsdifferenzen wurden die Westaargauer gefährlicher. Der Führungstreffer der Platzherren fiel in einem idealen Moment.

Dabei funktionierte das schnelle Umschaltspiel. Osmani übernahm rechts, stiess unwiderstehlich vor und passte punktgenau zum halblinks in Position gelaufenen Chatton – 1:0 in der 27. Minute. «Wir konnten ziemlich früh in Führung gehen und das war für uns wichtig», hält Solothurns Pole an der Seitenlinie fest. Übrigens, sein Sohn Dawid beim Gegner konnte als rechter Innenverteidiger diesmal nicht wie im Hinspiel mit seinem Siegtreffer entscheidende Zeichen setzen und ersparte somit seinem Vater Sorgenfalten.

Micelli krönte sein Comeback

Die zweite Halbzeit verlief lebhafter, mit mehr Torabschlussversuchen. Die Stadion-Elf stand grösstenteils solide und kompakt. Das zweite Tor war Beleg dazu. Nachdem Rakovan vier Meter vor der Sechszehner-Linie Schrittwieser zu Fall brachte, vermochte Gästehüter Vodola den gezielt getretenen Freistoss von Osmani nur auf seine linke Seite abklatschen lassen. Auf rechts brauste Micelli heran und krönte sein Comeback nach neunwöchiger verletzungsbedingter Absenz mit dem 2:0 (54.).

Trotz Zweitore-Rückstand erwiesen sich die Zofinger zunehmend als unangenehmer Gegenpart. Die Besucher gaben nie auf. Sie unternahmen mehr nach vorne. Dieser Druck zwang die Einheimischen zu mehr Defensivarbeit. «Wir haben erwartet, dass der Gegner in der zweiten Halbzeit kommen wird, aber wir sind gesamthaft besser gewesen», stellt Skrzypczak abschliessend fest.