Ein schwieriges Spiel bei Aufsteiger Goldau entschied Solothurn verdient mit 2:0 Toren zu seinen Gunsten. Die Schwyzer präsentierten sich in der ersten Halbzeit sehr defensiv. Auf dem schmalen Spielfeld brauchte es viel Geduld, die Sechser-Abwehr, vor ihr unterstützt von zwei «Sechsern», zu knacken. Die Truppe um Spielertrainer Sandro Marini war grundsätzlich auf Sicherheit eingestellt.

Risiken sollten minimiert werden. Weil die Gäste mit ihren spielerisch-technischen Mitteln setzten, agierten sie oft in die Breite. Zudem war es nicht einfach Tempo aufzubauen. Die Gäste wirkten optisch überlegen und praktizierten mehrheitlich Einbahn-Fussball. Das meiste Geschehen wickelte sich in der Goldauer Platzhälfte ab. „Wichtig war, dass wir gewonnen haben und wieder zu Null gespielt haben“, fasst Solothurn-Trainer Dariusz «Darek» Skrzypczak zusammen. 

Chattons wichtiges Führungstor

Nur in einer kurzen Phase liessen die Solothurner etwas Nonchalance aufkommen. Diese nütze Goldaus rechter Aussenläufer Konrad Huser gleich zwei Mal: in der 32. und 33. Minute konnte Jeffrey Grosjean diese Unachtsamkeiten jedoch bereinigen. Auf diesen doppelten Weckruf reagierten die Rotweissen umgehend und erfolgreich.

Osmani spielte von der linken Seite ins Zentrum, wo Chatton vor dem grätschenden Büeler schneller am Ball war – 0:1-Führung (34.). „Ich bin froh, dass wir früh in Führung gegangen sind, dann kontrollierten wir den Gegner, denn wir wollten uns nicht von Kontern überraschen lassen“, sagt Skrzypczak. Diese erste Hälfte war nicht attraktiv. «Es ist keine Ausrede, aber die Qualität des Rasens machte es uns schwer», wirft Skrzypczak  ein. Mit ihrem soliden Auftritt bestätigten die Besucher ihren Aufwärtstrend schliesslich auch resultatmässig.

Goldau mit Steigerung

Die zweite Hälfte zeigte ein anderes Bild. Die Zentralschweizer gingen diese aktiver an. Sie wagten mehr. Sie verstärkten ihr Pressing. Mit ihrem kämpferischen Einsatz bis zum Schluss steigerten sie die Qualität des Spiels. Mit dieser Öffnung wirkten die Platzherren, die übrigens vor Spielbeginn als fairstes Team der 2. Liga inter Gruppe 4 der letzten Saison ausgezeichnet wurden, belebend.

Dieser Leistungssteigerung der Innerschweizer setzten sich die Ambassadoren mit ihrer klaren Organisation und Spielauffassung entgegen. „In der zweiten Halbzeit ist der Gegner mehr nach vorne gekommen und dadurch kamen wir zu Torchancen“, stellt der 50-jährige Pole fest. Er bedauert, dass es mit der Chanchenauswertung immer noch hapert: «Wir haben noch viel zu verbessern».

Hasanovic war zur Stelle zum 0:2

Nachdem Arifi gegen Defrim Zeka den fünften Eckball für Solothurn herausholte, trat er diesen selbst. Der Ball kam zu Stauffer in den Rückraum. Dessen Flachschuss konnte Hasanovic beim linken Pfosten zum 0:2-Endstand ablenken (66.). „Dieses zweite Tor kam nicht zu spät“, wirkt es für Skrzypczak beruhigend. Dieser Rückschlag hielt die Einheimischen nicht ab, weiterhin nach vorne zu spielen. Dreimal erwies sich Kohler als Retter in höchster Not.

Nach der dritten Goldauer Ecke wehrte er den Distanzschuss von Tobias Walker beim rechten Pfosten ab (76.). Nachdem Zeno Huser auf Jeffrey Grosjean auflief und über diesen fiel, wehrte er vor der Linie (83.). Sechs Minuten später konnte der 23-jährige Aussenverteidiger in den Ball laufend einen Versuch von Tobias Walker wirkungslos machen. Dazwischen bot sich den Urschweizern die beste Chance zum Anschlusstor: Waylon Grosjean fällte nach dem vierten einheimischen Corner Marini im Strafraum um (81.). Den Elfmeter von Tobias Walker halbhoch nach rechts geschossen, wehrte Jeffrey Grosjean seitlich ab. „Dieser Penalty kam aus dem Nichts, den jedoch Jeffrey Grosjean super parierte“, freut sich Skrzypczak über diese Tat.