1. Liga

20 fatale Minuten: Trotz Doppelpack von Loïc Chatton muss sich der FC Solothurn dem FC Langenthal geschlagen geben

Loïc Chatton (l.) konnte das Spiel trotz zweier Tore nicht mehr drehen.

Loïc Chatton (l.) konnte das Spiel trotz zweier Tore nicht mehr drehen.

Der FC Solothurn unterliegt im Nachbarschafts-Duell in Langenthal mit 3:4 – weil kurz vor und direkt nach der Pause alles missglückte. Damit überwintert der FCS mit 20 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz.

Im letzten Spiel des Jahres lieferten sich Solothurn und Langenthal einen intensiven Kampf mit einem glücklichen Sieger. Entscheidend war das Blackout der Gäste direkt vor und vor allem nach dem Seitenwechsel. Eine 1:0 Führung der Solothurner verwandelte sich in dieser Phase in einen 1:4 Rückstand.

«Ich nehme die letzten 25 Minuten mit, in denen die Mannschaft grossartig auf
die katastrophalen zwanzig Minuten reagierte, in denen alles gegen uns lief», fasst FCS-Trainer Jürg Widmer kurz und knapp zusammen.

Riesen trifft aus der Distanz zur Führung für Solothurn 

Solothurn startete furios: Nach 45 Sekunden stand Vernocchi alleine vor Langenthals Goalie Studer. Den schwachen Schuss konnte Studer aber problemlos aufnehmen. In der siebten Minute profitierte auch das Heimteam trotz schnellem Umschaltspiel nicht. Gemperle verpasste die Vorarbeit von Aussenverteidiger Mzee alleine vor Bähler.

Obwohl die Ambassadoren dezidiert begannen, hielten die Oberaargauer konzentriert dagegen. Intensive Zweikämpfe verdrängten das spielerische Element, beide schenkten sich nichts. Wieder vergab Vernocchi. Er schoss Studer auf Idealvorlage von Mathys an (24.). Eine Spielverlagerung von Mast konnte Riesen dann aber vorbildlich mitnehmen und aus
30 Metern satt zur Führung für den FC Solothurn abschliessen (29.).

Der Ausgleich unmittelbar vor der Pause

Die Gastgeber suchten ihr Durchkommen mit tempostarken, einfachen, direkten Spielzügen. Mathys versuchte es in diesem Abnützungskampf mit einem Distanzschuss, den Studer zur Ecke lenkte (44.).

Der Gegenzug war verhängnisvoll für die Widmer-Truppe. Mzee stiess links bis zur Grundlinie vor und passte ins Zentrum. Weil Bähler zögerlich blieb, konnte der heranbrausende Gemperle das Spiel ausgleichen (45.).

«Wir hatten einen Plan für die zweite Halbzeit, waren bereit und spritzig und hatten eine 100-prozentige Chance zum 2:1», rätselt Widmer am missglückten Wiederbeginn. Denn die Solothurner mussten weiteres Ungemach einstecken. Links tankte sich Cuinjinca zur Grundlinie durch. Seinen Querpass verwendete völlig frei Selmani beim rechten Pfosten zur Resultatwende (47.).

Langenthal mit einem Doppelschlag innert drei Minuten 

Die Langenthaler nützten diesen Auftrieb weiter. So verzog Selmani knapp von rechts, weil ihm wieder zu viel Raum gelassen wurde. Die Aarestädter konnten sich aus dieser Baisse nicht befreien. Daran änderte auch der Systemwechsel mit Stürmer Chatton für Innenverteidiger Aliu und zur Dreier-Abwehr nichts (60).

Gemperle lief rechts Aussenverteidiger Philippe Gerspacher ab und netzte abgeklärt ein (61.). Dieser weitere Schock wirkte nach. Lässer traf aus 30 Metern ins linke hohe Eck zum 4:1 (64.).

Schlussoffensive der Gäste kam zu spät 

Auf der Gegenseite scheiterte Mast an Studer. Den Abpraller klärte Lässer in Corner (68.). Der Eckball war der Start in eine Schlussoffensive der Gäste. Routinier Chatton das 4:2 (77.). Doch das bedingungslose Aufbäumen kam zu spät. Es reichte nur noch zum Anschlusstreffer zum 4:3-Endstand.

Der Ex-Solothurner Hasanovic fällte Vernocchi penaltyreif (87.). Chatton sah seinen Elfmeter zuerst von Studer abgewehrt, ehe er den Abpraller noch über die Torlinie drücken konnte (89.). Und in der 93. Minute hatte der Vizecaptain sogar noch den Ausgleich auf dem Kopf. Doch dieser fiel nicht.

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