Trimbach – Biberist 1:1

Das Ausharren lohnte sich: Trimbach und Biberist boten im letzten Spiel der Vorrunde eine spektakuläre Schlussphase. Das Spiel nahm erst nach einer Stunde so richtig Fahrt auf und gipfelte in zwei Toren in der Nachspielzeit. Ermöglicht wurden die beiden späten Treffer dadurch, dass sich zwei der besten Spieler auf dem Spielfeld plötzlich Patzer erlaubten. In der 92. Minute faustete Trimbachs Goalie Flury unter dem Ball durch. Dieser klatschte an den Pfosten und fiel genau vor die Füsse von Biberists Stürmer Krasniqi, der zum vermeintlichen Siegestor einschob. Doch Biberist feierte den sechsten Dreier in Serie zu früh und verschlief den Wiederanpfiff. Das Anspiel kam zu Dibrani, welcher den vorpreschenden Innenverteidiger Baumgartner mit einem Verzweiflungsball lancierte. Gäste-Torhüter Blum, der vorher einen souveränen Match gezeigt hatte, zögerte zu lange und wurde von Baumgartner mit einem Kopfball-Heber düpiert.

Trimbach mit mehr Torchancen

Das 1:1 war ein gerechtes Resultat. In der schwächeren ersten Hälfte verzeichneten die Trimacher ein Chancenplus – dafür reichten zwei gefährliche Abschlüsse –, vor dem Pausenpfiff mussten die Gastgeber aber eine kurze Druckphase der Wasserämter überstehen. Biberist hatte dann auch die erste Chance nach dem Seitenwechsel. Rüegsegger verpasste das Tor nach einer schönen Einzelaktion. Viel war nicht los in der ersten Viertelstunde nach der Pause, doch die letzten dreissig Minuten sollten dies entschädigten. Kein Team war überlegen, aber Trimbach hatte die klareren Möglichkeiten. Gleich mehrmals kam Aussenläufer Bärtschi dem 1:0 nahe, scheiterte aber jeweils am starken FCB-Goalie Blum. In der 66. mit einem Flachschuss vom Sechzehner aus, in der 76. mit einem Abpraller nach einem Freistoss von Sandro Schalt und in der 89. nach einer Einzelaktion über den linken Flügel. Baumgartner mit einem Kopfball (61. Minute) und Rüedi alleine gegen Blum (87.) sündigten ebenfalls für das Heimteam. Doch auch Biberist blieb stets gefährlich. In der 67. Minute vergab Dornbierer eine Hundertprozentige: Er wurde von der FCT-Abwehr völlig vergessen, setzte seinen Kopfball aber über den Kasten.

«Alles noch offen»

Obwohl die Biberister am Schluss den sicheren Sieg aus den Händen gaben, werden sie zufrieden sein mit dem Punktgewinn. Mit etwas Abstand zum Spiel und einem Blick auf die Tabelle. Denn die seit sechs Spielen ungeschlagene Elf von Vincenzo Salerno beendet die Vorrunde überraschend als Leader – dank der Pleite von Subingen. Trimbach, in den letzten sechs Spielen ebenfalls ohne Niederlage, ist zur Halbzeit Sechster. Trainer Edgar Dias sprach nach dem letzten Spiel im Jahre 2014 von einem gerechten Resultat: «Wir wollten nicht verlieren. Dafür, dass der Platz wenig zugelassen hat, haben beide Mannschaften gut gespielt. Das Spiel war ausgeglichen, beide hatten ihre Chancen.» Und zum Verlauf der Vorrunde meinte Dias, der auf diese Saison hin das Traineramt bei den Niederämtern übernommen hatte: «Mit den letzten fünf Spielen bin ich sehr zufrieden und der Abschluss gegen Biberist war ebenfalls positiv.» Das Team sei während der letzten Monate gewachsen und könne im Frühling zuversichtlich in die Rückrunde starten: «Wir sind voll dabei, alles ist noch offen.»

Bellach – Härkingen 1:3

Härkingen startete besser in die hart umkämpfte Partie und konnte so in der 23. Minute durch Jan Büttiker den Führungstreffer für das Gästeteam schiessen. Nach Abstimmungsproblem in der Verteidigung der Bellacher foulte der Torwart des Heimteams einen Härkinger, der Schiedsrichter entschied auf Penalty. Andreas Oeggerli verwandelte diesen sicher zur 0:2- Führung. Nur zwei Minuten später tauchte wieder ein Härkinger alleine vor dem Tor auf, scheiterte aber am Schlussmann Palermo. Nach dem Pausentee startete Bellach besser und erarbeitete sich einige Torchancen, zweimal musste ein Härkinger auf der Linie retten. Enes Ismaili gelang in der 71. Minute durch einen abgefälschten Weitschuss den Anschlusstreffer zum 1:2. In der 87. Minute beerdigte Jan Büttiker mit seinem 1:3 jedoch sämtliche Bellacher Hoffnungen auf einen späten Ausgleich.

Mümliswil – Egerkingen 1:1

Bereits in der 12. Minute gingen die Mümliswiler nach einer schönen Kombination ausgehend von Robin Disler, der mustergültig Nicola Ackermann anspielte und dieser aus 16 Metern den Ball in die weite rechte Ecke schoss, in Führung. In der 40. Minute verletzte sich FCM-Torhüter Kaufmann nach einem mutigen Einsteigen gegen Krasniqi und musste durch Gradwohl ersetzt werden. Dieser hatte gleich viel zu tun: Erst verhinderte Gradwohl in der 47. Minute mirakulös den Ausgleichstreffer. Keine Zeigerumdrehung kam postwendend doch noch der Ausgleich durch Krasniqi. Mümliswils Führungstreffer lag in der Luft, da innert dreizehn Minuten fünf gute Chancen verzeichnen werden konnten. Dann wiederum hatten jedoch die Einheimischen das Glück auf ihrer Seite, da nach einem mustergültigen Angriff der Egerkinger nur der Pfosten das Führungstor verhinderte. Am Ende ging das Unentschieden in Ordnung, wenn auch Mümliswil näher am Siegestreffer gewesen war. 

Fulenbach – Subingen 4:3

Im mit Spannung erwarteten Bruder-Duell auf den Trainerbänken war es Fulenbach, das durch Fabian Wyss, welcher nach einem Freistoss von halbrechts aus dem Gewühl heraus traf, für den SCF die Führung markierte. Fulenbach hatte nun Oberhand und die nächste Chance hatte wieder Fabian Wyss, der nach einer herrlichen Kombination über Jonas Wyss und Lenz zum Abschluss kam und souverän vollstreckte. In einem Zweikampf mit Müller im Sechzehner suchte und fand Fragale den Penalty. Der Gefoulte trat selber an und traf zum 2:1. Mit einem gerechten 2:1 ging es in die Pause. Subingen war in der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit besser und konnte nach einem Freistoss, getreten durch Linder den Ausgleich bereits nach vier Minuten bewerkstelligen. In der 69. Minute verwandelte Lenz einen Freistoss aus 18 Metern herrlich zum erneuten Führungstreffer für das Heimteam, doch der Gast traf durch Fragale, nach einem Defensivfehler in der Heimabwehr bereits eine Minute später zum Ausgleich und das Momentum lag wieder aufseiten der Subinger. In der 84. Spielminute brachte Bitterli den Ball nach einem abgewehrten Eckball nochmals in die Gefahrenzone und der bestens aufgelegte Fabian Wyss traf zum erneuten Führungstreffer für Fulenbach. Subingen gab nicht auf und Fragale konnte in der 89. Minute einen Freistoss von der Sechzehnergrenze treten. Ehrenbolger wehrte den Schuss per Superreflex ab und Fulenbach konnte den Sieg mit vereinten Kräften über die Zeit retten.

Italgrenchen – Blustavia 2:2

Dank einem guten Zusammenspiel der Gastmannschaft traf Oetterli bereits nach fünf Minuten zum 0:1. Blustavia war auch in der Folge die dominierende Mannschaft und erzielte durch Torre in der 24. Minute den nächsten Treffer. Torwart Schwaller konnte kurz vor der Pause ein weiteres Gegentor mit einer glänzenden Parade retten. Es schien, als wäre das Spiel bereits entscheiden, doch in der zweiten Halbzeit kamen die Grenchner in die Partie. Nach einem Pass von Bertolino konnte Sortino das 1:2 erzielen. Der Druck der Heimmannschaft wurde von Minute zu Minute stärker. In der Schlussphase konnteCaroli den ersehnten Ausgleich zum 2:2 bewerkstelligen.


Iliria – Deitingen 3:0

Schon nach elf Minuten ereignete sich die entscheidende Szene der Partie: Ilirias Spielertrainer Perparim Redzepi schnappte sich nach einem tödlichen Fehlpass den Ball, marschierte Richtung Tor, umkurvte Goalie Franco Kissling und traf zum 1:0. Dieses Führungstor spielte Iliria sämtliche Trümpfe in die Hand, weil es nichts mehr zu riskieren brauchte. Die beiden Teams neutralisierten sich nun weitgehend. Erst in der 56. Minute war wieder etwas Nennenswertes los: Kushtrim Sopi setzte sich am linken Flügel mit einem trockenen Antritt durch und flankte in die Mitte, wo Goalgetter Mead Demiri nur noch den Fuss hinhalten musste, um das 2:0 zu erzielen. Wenig später brach Demiri auf dem rechten Flügel durch und legte Redzepi das 3:0 auf. Damit war der Sack zu. Deitingen war nicht im Stande zu reagieren und kreierte keine einzige Torchance.