Laufsport
17. Passwang-Berglauf verlangte den Teilnehmer einiges ab

Matthias Kyburz gewann den 17. Passwang-Berglauf vor seinem Bruder Andreas. Der Möhlemer brauchte beinahe 44 Minuten für die 10, 4 Kilometer lange Strecke.

Daniela Mauro
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Familienausflug auf die Passwang
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Familienausflug auf die Passwang

Christian Boss

Ob über asphaltierte Strassen, Waldwege oder Felder, der 17. Passwang-Berglauf verlangte den Teilnehmern einiges ab. So verschieden wie der Untergrund war auch das Teilnehmerfeld. Egal, ob jung oder alt, jeder wollte die Passwang bezwingen und die neue Streckenführung geniessen können. Weil neu der Turnverein Mümliswil für den Lauf zuständig ist, nutzte man die Gelegenheit und führte gleich eine Streckenänderung durch, sehr zur Freude der Sportler.

Auch der OK-Präsident, Ruedi Boner, ist sehr zufrieden mit der Veränderung: «Die Streckenänderung ist hervorragend, das Panorama, welches sich somit bietet, umwerfend und die 10,4 Kilometer humaner.» Der Mümliswiler muss es wissen, schliesslich organisiert er nicht nur den Berglauf, sondern hat nun schon zum 16. Mal daran teilgenommen.

Transponder im Einsatz

Die neue Streckenführung ist aber nicht die einzige Änderung. Denn zum ersten Mal wurden so genannte Transponder eingesetzt. Sie wurden den Athleten abgegeben und diese konnten sie dann an ihren Schuhen befestigen. Diese kleinen Geräte ermöglichen das Zeitmessen auf einfachste Art und Weise, sind jedoch an Bergläufen eher untypisch. Deshalb waren wohl auch die Reaktionen zuerst eher skeptischer Art.

Als dann aber alles reibungslos funktionierte, war man froh, dass man die kleinen Zeitmesser trotzdem verwendet hatte. Am Passwang-Berglauf hat sich also sehr viel geändert. Die Veranstalter versuchen, mit Innovationen attraktiv zu bleiben. Auch die jüngeren Teilnehmer sollen angesprochen werden, denn sie sind die Zukunft des Laufsports.

Da am Samstag der Mümliswiler Wettkampf nicht der einzige Laufsportanlass war, hatte das OK etwas weniger Anmeldungen als in den vergangenen Jahren zu verzeichnen, zudem vermisste man bekannte Namen.

Grosse Unterstützung

Trotzdem war die Stimmung gut und jeder Läufer und jede Läuferin wurde lautstark vom Publikum unterstützt. Wobei dies vor allem die einheimischen Teilnehmer genossen. Dem pflichtete auch Boner zu: «Ich liess mir absichtlich etwas mehr Zeit beim Laufen, denn ich wollte die tolle Atmosphäre geniessen», sagte der Berglauf-Fan lachend.

Ebenfalls aus Mümliswil startete Marius Füeg. Auch er ist begeistert von der neuen Streckenführung, jedoch klappte bei seinem Lauf nicht alles wie gewünscht. Füeg hatte einen Sturz zu verzeichnen. Es überschlug ihn nach der steilsten Passage des Passwanglaufs. Er liess sich jedoch nicht beirren und rannte weiter: «Ich war zu erschöpft, um wütend zu werden oder Schmerzen zu spüren. Ich stand einfach auf und rannte weiter.» Trotz des Sturzes schaffte es der 23-Jährige noch auf den achten Schlussrang in der Kategorie M20.

Der Tagessieger hiess Matthias Kyburz. Der Möhlemer finishte nach 43:59:00 Minuten und war somit nicht nur der Sieger in der Kategorie M20, sondern auch der Gewinner des ganzen Rennens. Der ärgste Widersacher des 23-Jährigen kam mit einem Abstand von fast zwei Minuten ins Ziel und trug den gleichen Nachnamen wie der Tagessieger: Kyburz’ Bruder Andreas durchlief die Ziellinie nämlich als Zweiter. Die erste Frau im Ziel war Jutta Brod, nach 54:40:01 Minuten war auch für sie der Wettkampf zu Ende. Jedoch bleibt nicht lange Zeit zum Ausruhen, denn nach dem Lauf ist bekanntlich vor dem Lauf.