Am vergangenen Mittwoch betraten die Spieler des EHC Olten erstmals in der neuen Saison das Eis im Kleinholz-Stadion. Doch erst gestern Montag war der offizielle Trainings-Startschuss. Die ersten drei Einheiten dienten den Spielern mehr oder weniger als Bewegungstherapie nach der Sommerpause. Am Samstag mussten diejenigen vier Cracks, welche das Sommertraining nicht mit der Mannschaft in Olten absolviert hatten, in der Stadthalle zum Konditionstest antraben. Ryan Vesce, Stanislav Horansky, Simon Barbero und Tim Stapleton erfüllten allesamt die Vorgaben.

Hat alle Konditionstests bestanden: Ryan Vesce mit der Nummer 90.

Hat alle Konditionstests bestanden: Ryan Vesce mit der Nummer 90.

Für Headcoach Bengt-Ake Gustafsson war die Einheit vom Montag die offizielle Saisonpremiere. Der Schwede hielt sich jedoch stark im Hintergrund und überliess die Trainingsleitung grossmehrheitlich seinem Assistenten Chris Bartolone. Für Gustafsson hat in dieser ersten Phase der Saison Priorität, dass er seine Spieler beobachten kann. Was umso wichtiger ist, wenn eine Mannschaft nicht weniger als 15 Neuzugänge zu verzeichnen hat. Bis auf Verteidiger Simon Lüthi, der nach einer Knieoperation noch einen Trainingsrückstand aufweist und erst in zwei bis drei Wochen wieder vollständig fit sein wird, standen alle neuen Olten-Spieler auf dem Eis. 14 neue Namen, 14 neue Gesichter. Das sorgte nicht nur bei den Trainern für rauchende Köpfe, sondern auch bei den Beobachtern neben dem Spielfeld. Geschäftsführer Peter Rötheli und der neue EHCO-VR-Präsident Marc Thommen veranstalteten angesichts der Neulings-Flut ein heiteres Rätselraten – mit durchwachsenem Erfolg.

Marc Thommen (rechts) musste ob der vielen Neuzugänge noch ein Rätselraten veranstalten.

Marc Thommen (rechts) musste ob der vielen Neuzugänge noch ein Rätselraten veranstalten.

Bengt-Ake Gustafsson gefiel das, was er bisher auf dem Eis zu sehen bekam, sehr gut. «Wir haben viele talentierte Spieler. Das ist eine sehr interessante Ausgangslage. Ich gespannt, wie sich die Mannschaft während des nächsten Monats entwickelt.» Für das Trainerteam geniesst entsprechend das Teambuilding hohe Priorität. Helfen sollen dabei auch die beiden Auslandsaufenthalte in Deutschland und in Österreich während der Vorbereitung. «Es ist wichtig, dass die Stimmung in der Garderobe gut ist, dass sich die Spieler finden und wohlfühlen. Mein Gefühl ist jedenfalls sehr positiv», zeigt sich Gustafsson erfreut über das, was er bisher von seinen Jungs gesehen hat.

Für ihn und Chris Bartolone steht in den sechs Wochen bis zum Saisonstart gegen Langenthal im Fokus, die richtige Mischung zu finden, die Stärken und Schwächen der neuen Spieler zu erkennen. Erste Anhaltspunkte wird das erste Testspiel am kommenden Freitag gegen La Chaux-de-Fonds geben.