2. Liga inter

1:3 aufgeholt, in der 94. verloren – Olten ist unter Trainer Komornicki weiter glück- und punktlos

Mit Verteidiger Mike Billwiller (r.) war in den Reihen des FC Olten gegen Wettingen wieder ein Neuzuzug auszumachen. Bis zum Derby am nächsten Samstag gegen den FC Wangen b. Olten sollen weitere neue Spieler folgen.

Mit Verteidiger Mike Billwiller (r.) war in den Reihen des FC Olten gegen Wettingen wieder ein Neuzuzug auszumachen. Bis zum Derby am nächsten Samstag gegen den FC Wangen b. Olten sollen weitere neue Spieler folgen.

0:3 gegen Wohlens Reserve, 1:2 gegen Freienbach und jetzt im ersten Heimspiel eine 3:4-Niederlage gegen Wettingen. Fehlstart für den FC Olten und den neuen Trainer Ryszard Komornicki.

«Ich hatte vorausgesagt, dass es schwer wird am Anfang. Wir haben im Moment noch eine sehr junge Mannschaft. Das sollte nächsten Samstag aber schon etwas anders sein», sagte der 59-jährige Pole nach dem Spiel. Im Moment müsse er noch auf Spieler aus der 2. Mannschaft oder sogar auf B-Junioren zurückgreifen. «Wir hatten schlicht zu wenig Zeit. Es ist nicht einfach, so schnell eine super Mannschaft hinzustellen.»

Komornicki fand trotz der drei Pleiten lobende Worte für seine Spieler und unterstrich, dass diese drei Partien innert einer Woche absolvieren mussten. «Die Leistungen waren eigentlich ganz gut. Gerade zuletzt gegen Freienbach. Auch dieses Spiel hätten wir nicht zwingend verlieren müssen.» Wie das erste Heimspiel am Samstag gegen den noch ungeschlagenen FC Wettingen. Dieses sollte eine turbulente zweite Halbzeit bieten. Vor der Pause waren die Gäste klar besser. Das 0:1 in der 20. Minute kam nach dominantem Beginn des FC Wettingen mit Ansage. Labinot Osmani traf wunderschön aus der Drehung von der Strafraumgrenze aus. Ein Kopfball von Guelor Mukunayi (4.), eine Doppelchance von Kürsat Kiybar (8.) und noch ein Kopfball von Mukunayi (35.), die Gäste hätten zur Halbzeit höher führen müssen. Olten war bis auf zwei Freistösse harmlos.

Ein halbes Dutzend nach der Pause

Sechs Tore fielen in den zweiten 45 Minuten. Oltens Innenverteidiger Blerim Bekteshi eröffnete den Reigen zwei Minuten nach dem Seitenwechsel per Freistoss. 1:1 stand es allerdings nur für knapp sechzig Sekunden. Olten konnte einen Eckball nur ungenügend klären. Wettingen brachte das Leder wieder in die Gefahrenzone, wo Brian Bosshard unbedrängt zur neuerlichen Führung einnickte. Der Auftrieb der Oltner war damit gleich wieder weg. Die Aargauer hatten das Spielgeschehen in der Folge im Griff. Mit dem dritten Treffer, ein Solo von Kürsat Kiybar, schien die Partie in der 80. Minute entschieden.

Ein ungeschicktes Foul vom 2:1-Schützen Bosshard an Avni Halimi führte in der 83. Minute zu einem Penalty für den FC Olten. Dulliken-Neuzugang Blerim Bekteshi verkürzte mit seinem zweiten Tor für die Gastgeber. Wettingen wurde jetzt doch noch nervös und keine zwei Minuten später war der Ausgleich Tatsache. Sturmspitze Hazir Zenuni, der viel gearbeitet hatte, drückte den Ball nach einem Corner wuchtig mit dem Kopf ins Netz. Dies war aber noch nicht der Schlusspunkt in der verrückten Schlussviertelstunde. Kiybar avancierte in der 94. Minute mit seinem Kopfballtor zum Matchwinner für den FC Wettingen.

Kader wird breiter

«Am Schluss fehlten uns die Konzentration und die Kraft», kommentierte Komornicki die unnötige Niederlage. Schade, dass meine Spieler nicht für die gezeigte Moral belohnt wurden. Im Grossen und Ganzen wäre ein Punkt nicht unverdient gewesen.» Null Zähler nach drei Meisterschaftsspielen sind in seinen Augen nicht dramatisch. «Das Ziel ist ja nach wie vor der Ligaerhalt, es ist noch nichts passiert. Ich nehme das Positive heraus. Es kamen viele Spieler der zweiten Mannschaft und Junioren zum Einsatz.»

Dennoch hofft Komornicki, dass im Derby am nächsten Samstag gegen Wangen bei Olten eine andere, neue Oltner Mannschaft auf dem Platz steht. Der Kader werde immer breiter. Mit Aussenverteidiger Mike Billwiller, ehemals FC Dulliken und Sanfelese Aarburg, war gegen Wettingen ein weiteres neues Gesicht beim FC Olten dabei. «Bis zum Wangen-Match sollte der eine oder andere zusätzliche Spieler qualifiziert sein», sagte Komornicki. «Das ist langsam auch nötig. Denn für die Moral sind diese Resultate natürlich nicht gut.»

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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