Tennis

12-jährige Oltnerin will unter die Top 10 der Tennisfrauen

Tamara Arnold gefällt es am Bahnhof – sie ist viel alleine mit dem Zug unterwegs.

Tamara Arnold gefällt es am Bahnhof – sie ist viel alleine mit dem Zug unterwegs.

Die erst 12-jährige Tamara Arnold ist frischgebackene Schweizer U12-Meisterin und bereits auf dem Sprung zur R1-Spielerin. «Ich will unter die Top 10 der Weltrangliste», sagt die junge Oltnerin keck.

Sie ist ein echter Sonnenschein, strahlt über beide Wangen und erzählt mit leuchtenden Augen vom Tennis, ihrer grossen Passion. «Es macht mir grossen Spass zu gewinnen und auf dem Platz zu kämpfen», sagt Tamara Arnold. Die erst 12-jährige Oltnerin gehört in ihrem Jahrgang zu den drei besten Spielerinnen der Schweiz. Jüngst wurde sie U12-Schweizer-Meisterin, im Einzel und im Doppel. Es sind ihre bisher grössten Erfolge der noch jungen Karriere. Eine Karriere, die sie noch ganz weit nach oben führen könnte. Dafür spricht zumindest schon mal ihre Klassierung: sie spielt bereits auf R2-Niveau und steht kurz vor dem Sprung zur R1-Spielerin. «Ich möchte weitere Schweizer-Meistertitel holen und es einmal bis in die Top 10 der Weltrangliste schaffen», sagt sie keck.

Die talentierte Solothurnerin, die als 6-Jährige mit dem Tennissport begonnen hat, besucht in Kreuzlingen bereits im zweiten Jahr die NET (Nationale Elitesportschule Thurgau) und wohnt dort von Montag bis Freitag im Internat. Das hat sie selbständiger gemacht, ist für das junge Mädchen eine gute Lebensschule. Und ganz nebenbei kann sie dort ihrem grossen Hobby, dem Tennissport, nachgehen. Rund zehn Stunden pro Woche steht sie auf dem Platz, dazu kommen fünf Stunden Konditionstraining. Tamara ist ein grosser Fan von Roger Federer und Rafael Nadal. «Ich möchte einmal so erfolgreich wie die beiden werden und trotzdem normal bleiben», sagt sie.

Langer, steiniger Weg

Das hört sich alles ganz gut an, ist aber ein weiter, sehr weiter Weg. Ein steiniger Weg, ein Weg, den nur ganz wenige bis zum Ende gehen können. Das weiss auch Tamaras Vater Rolf Arnold. «Aber, wenn wir nicht irgendwie daran glauben würden, dann hätte das Ganze ja keinen Sinn», sagt er. Und mit Talent allein ist noch keiner bis in die Weltspitze vorgeprescht. Dazu braucht es auch Geld, eine Menge Geld. Vater Arnold ist immer auf der Suche nach Sponsoren, um der Tochter die vielleicht grosse Karriere ermöglichen zu können. «Ohne Sponsoren können wir uns das bald nicht mehr leisten.» Er spricht von 40 bis 50 000 Franken, das ein Jahr Tennis für seine Tochter zurzeit kostet. Und das werde dann mit zunehmendem Alter natürlich immer mehr.

Einfach nur in der Schweiz eine gute Spielerin zu werden ist den Arnolds zu wenig. «Wir wollen schon etwas mehr reissen», sagt Rolf Arnold. Aber die ganze Familie weiss auch: wenn nur ein kleines Puzzleteil fehlt, wird nichts aus der grossen Karriere. Aber im Moment läuft es Tamara Arnold ja bestens. «Meine Beine sind meine grösste Stärke. Ausserdem gebe ich nie auf», sagt sie. Und der Vater ergänzt: «Du bist noch etwas zu lieb auf dem Platz.» Tamara und Rolf Arnold, ein liebenswürdiges Duo.

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