Unihockey
11 Wiler-Tore zum Fasnachtsbeginn

Der SV Wiler-Ersigen feiert gegen Chur Unihockey einen souveränen 11:5-Sieg. Bereits nach elf Sekunden traf der Meister zum ersten Mal ins Schwarze.

Michael Schenk
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Bildergalerie Wiler-Ersigen
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Wilers Thomaas Bieber (links) erziehlt mit diesem Schuss das 2:0 gegen den Churer Andri Adank.
Wilers Matthias Hofbauer (links) verpasst eine Chance gegen den Churer Goalie Patrick Kellenberger und Jan Binggeli (Mitte).
Wiler Esa Jussila jubelt.
Wilers Philippe Fankhauser (Mitte) im Kampf um den Ball gegen den Churer Goalie Patrick Kellenberger und Nicola Bischofberger (links).

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Pünktlich um 11.11 Uhr ist sie gestern, am 11.11., eingeläutet worden - die Fasnachtszeit. Für Wiler-Ersigen war das offenbar Programm: 11 Sekunden nach Spielbeginn läutete der Meister am 11.11. mit dem 1:0 den 11:5-Sieg gegen Chur Unihockey ein. Christoph Hofbauer war es, der aus der Distanz als Erster ins Schwarze traf. Nach dem Ausgleich durch Camenisch war fertig lustig für die Gäste. In der - na klar - 11. Minute war es Thomas Bieber, der die Gastgeber mit dem 2:1 wieder in Führung brachte. «Tore zu schiessen gehört ja nicht zu meinen Hauptaufgaben. Aber es ist natürlich immer schön, wenn es klappt. Erst recht, wenn wir gewinnen», so der 27-jährige Verteidiger. Nachdem er von 2005 bis 2011 nie mehr als drei Tore erzielte, waren es in der letzten Spielzeit deren sechs. Auf den Geschmack gekommen? «Warten wir Mal ab schliesslich war das erst mein erstes Tor in dieser Saison.»

Nach der ungenügenden Vorstellung tags zuvor gegen GC hatte Wiler-Coach Heikki Luukkonen für die Partie gegen Chur mehr defensive Disziplin gefordert: «Die Zuteilung und die Einstellung müssen sich ändern. Gute Defensivarbeit ist eine Frage der Einstellung», forderte der Finne. Und die «feierliche» Ansprache des 36-Jährigen verfehlte ihre Wirkung nicht. «Wir haben uns klar gesteigert, eine gute Struktur im Spiel gehabt, und dem Gegner nur wenige Konter ermöglicht», freut sich Thomas Bieber. Effektiv: Chur kam selten gefährlich vors Gehäuse von Wiler-Goalie Streit. Und wenn, dann ging dieser Aktion ein individueller Fehler eines Grünen voraus. Die Fehlerquote aufseiten der Gastgeber hielt sich indessen in engen Grenzen. Luukkonen, im «richtigen» Leben Lehrer, konnte seiner Equipe derlei eine sehr gute Note ausstellen. Eine 11 gibt es so zwar in der Skala nicht, aber je eine 5,5 für das spielerische Element und eine für die Einstellung ergeben zusammen auch 11 und entsprechen dem Gezeigten.

Sukzessive erhöhte der amtierende Schweizermeister seinen Vorsprung. Dass es zum «Stängeli» ausreichen würde, zeichnete sich ziemlich bald ab. 83 Sekunden nachdem Captain Matthias Hofbauer das zehnte Wiler-Tor markiert hatte, war es Steffen, der zum elften Mal traf. Und bei dieser 11 - wie konnte es anders sein - blieb es. Aus dem Spiel der verkehrten Welt, wofür die Fasnacht ja steht, wurde nichts. Der Favorit setzte sich klar durch. Für Wiler war es notabene der vierte Sieg in dieser Saison mit 11 Plustoren – die 11 scheint sich also nebst der Fasnachts- und der Solothurner – auch zur Wiler-Zahl zu entwickeln.