Mauro Schmid ist der aktuell Führende im Jahresklassement der Schweizer Elite-Strassenfahrer. Der 20-jährige Zürcher gewann in dieser Saison unter anderem den GP Luzern Mitte Mai. Die Nummer zwei in der Jahreswertung ist der Zürcher Oberländer Gian Friesecke, der im Juni mit der Schweizer Nationalmannschaft an der Tour de Suisse teilgenommen hat. Schmid und Friesecke sind die Topfavoriten bei der morgigen 45. Austragung des GP Olten im Bifangquartier. Beide fahren für die Equipe «Swiss Racing Academy», die mit insgesamt fünf Fahrern am Start ist.

Mit «IAM Excelsior» sowie «Team Hörmann» sind zwei weitere grössere Mannschaften dabei, die um den Sieg in Olten mitreden werden. Dabei sind die Teams gegenüber den Einzelfahrern deutlich im Vorteil, da sie taktisch fahren können. Einer der gesamthaft rund vierzig Starter bei der Elite ist der Niedergösger Severin Sägesser. Der älteste Fahrer im Feld mit stolzen 54 Jahren ist der Österreicher Christian Eminger. Für den ehemaligen Eisschnellläufer ist es heuer die siebte Teilnahme in Serie. Sein bestes Resultat war der vierte Platz im Jahre 2013.

Kriterium mit zehn Sprintwertungen

100 Runden à 850 Meter warten auf die Fahrer. Speziell beim GP Olten ist, dass nicht unbedingt der gewinnt, der als Erster die Ziellinie überquert, sondern der Fahrer, der am meisten Punkte sammelt. Diese werden alle zehn Runden bei der Sprintwertung vergeben. Bei der letzten Zieldurchfahrt gibt es die doppelte Anzahl an Punkten zu holen. Der Startschuss zu den «100 Runden von Olten» fällt morgen Nachmittag um 14.30 Uhr.

«Mit der Anzahl an Fahrern bei der Elite sind wir sehr zufrieden, auch was die Qualität betrifft», sagt Peter Schafer. In Bezug auf die übrigen Kategorien sieht der OK-Präsident dagegen noch Luft nach oben. So haben sich Stand gestern erst neun Junioren für das U17-Rennen, welches um neun Uhr den Auftakt bildet, angemeldet. Bei den U19-Junioren sind es deren zwölf Fahrer – das Rennen beginnt um 10.30 Uhr. Schafer erwartet, dass es morgen noch zu einigen spontanen Nachmeldungen kommt.

Um 13 Uhr sind die Frauen dran. «Auf Wunsch vieler Fahrerinnen und wegen der guten Anzahl Teilnehmerinnen im 2018 haben wir uns entschieden, dieses Jahr wieder ein separates Frauenrennen durchzuführen», informiert der Veranstalter. Im vergangenen Jahr kämpften die Fahrerinnen gemeinsam mit den Junioren um die Punkte. «Ich freue mich vor allem, dass Doris Schweizer erneut mitmacht», sagt Schafer. Die Lokalmatadorin will ihren Sieg aus dem Vorjahr wiederholen. Ihre grössten Kontrahentinnen werden Vera Adrian und Marcia Eicher vom Team «RE/MAX Cycling» sein.

Ein Jubiläum für das Organisationskomitee

Zum zehnten Mal ist beim GP Olten das identische Organisationskomitee am Ruder. Nebst OK-Präsident und Aktuar Peter Schafer zählen Peter Fehlmann (Vizepräsident und Finanzen), Walter von Känel (Sponsoring), Streckenchef Remo Hänggi sowie Rennchef Marcel Büttiker zum eingespielten Team. «Wir benötigten dieses Jahr nur noch vier statt fünf OK-Sitzungen», sagt Schafer über den zeitlichen Aufwand. Jeder wisse exakt, was er zu tun habe. «Etwas vom Wichtigsten ist die Suche nach Sponsoren», unterstreicht er. «Wir brauchen rund 20 000 Franken und wir sind dankbar, dass wir das Geld auch dieses Jahr wieder zusammenbekommen haben.»

Am Mittwoch stand für Schafer die Streckenbesichtigung auf dem Programm. Er ging von Haushalt zu Haushalt und informierte die Anwohner. Das Bifangquartier wird für den Verkehr gesperrt sein. «Es gibt nichts Blöderes, als wenn ein Auto auftaucht auf der Strecke», sagt er. Und was macht das Wetter? «Dass es kälter wird, ist gut für die Fahrer und das Rennen. Wir hoffen, dass es heute richtig runterlässt und morgen dafür trocken bleibt.»