1.Liga

1:0 gegen Sursee: FC Solothurn holt sich endlich den ersten Heimsieg

Solothurns Edonis Asani bestreitet ein Kopfballduell.

Solothurns Edonis Asani bestreitet ein Kopfballduell.

Solothurn konnte den Heimkomplex der Sieglosigkeit nach drei 1:1-Unentschieden endlich und verdient im vierten Anlauf abstreifen. Es brauchte jedoch viel Aufwand, Geduld und Nerven, bis dieser Dreier gesichert war.

«Heute war es für uns wichtig, vor allem diesen Match zu Hause zu gewinnen und den Knoten zu lösen, es wäre ohnmächtig gewesen, wenn uns dies nicht gelungen wäre», wirkte Solothurns Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg befreit.

Die 73. Minute

Mit dem Erfolg gegen Sursee mischen die Ambassadoren weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze mit. Allerdings gelang den Gastgebern vor 250 Zuschauern auf eigenem Platz auch diesmal nur ein Tor! Und dieses musste bis zur 73. Minute trotz klarer Dominanz erdauert werden. Fleury spielte aus dem vorderen Mittelfeld halblinks Bisevac an der Grundlinie an. Dies veranlasste Sursee-Hüter Peterhans seitlich heraus zu laufen. Hinter seinem Rücken konnte sich Dembélé in Position bringen und die Hereingabe seines Sturmpartners ins Gästetor zum Siegtreffer umlenken.

«Dieses 1:0 war schön herausgespielt und erlaufen», lobte Zaugg. Allerdings bemängelte der einheimischen Übungsleiter, dass sein Team nicht bereits nach zehn Minuten 2:0 führte. «Zayas ins Aussennetz (2.) und Chatton alleine auf das gegnerische Tor zulaufend (3.) müssen diese Tore machen», monierte er. «So baust du den Gegner auf», schob Zaugg nach.

Blitzstart misslang

Trotz verpasstem Blitzstart blieb die Stadion-Elf dominant mit aggressivem Pressing. Allerdings wie zuvor in den Heimspielen konnte diese feldmässige Überlegenheit nicht ausgenützt werden. «Der genaue letzte Pass, die genaue letzte Flanke fehlte immer wieder», hielt Zaugg fest. Zwingende Chancen blieben in der Folge aus. Dies hatte aber auch mit dem Gegner zu tun.

«Mit viel Einsatz, Herz und Engagement hat Sursee gut verteidigt und konnte uns immer wieder stören», anerkannte Zaugg die Gästeleistung. Solothurn gelang es trotz individuellen, technischen und spielerischen Vorteilen viel zu wenig, hinter die massierte Abwehr der Luzerner zu gelangen. Diesem Dauerdruck hielten die Zentralschweizer zumeist stand. Sie spekulierten im Gegenzug auf Konter, zu denen sie sehr selten ansetzen konnten, sowie auf Eigenfehler ihrer Gastgeber, die kurz vor Ende beider Halbzeiten ins Auge hätten gehen können.

Zuerst machte Waylon Grosjean seinen Fehler mit einer Rettungsaktion wieder gut (45 +1.), dann dreschte der Ex-Solothurner Liloia frei stehend den Ball übers einheimische Tor (92.). Obwohl die Solothurner Abwehr gut agierte, zeigen diese Szenen, dass es ohne volle Konzentration auch gegen einen offensiv limitierten Gegner bis zum Schluss nicht geht.

Telegramm:

Solothurn – Sursee 1:0 (0:0)

Stadion Solothurn. – 250 Zuschauer. – SR Gentile. – Tor: 73. Dembélé.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Disler (46. Asani), Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Stauffer; Hunziker, Fleury, Zayas (46. Dembélé); Chatton, Bisevac.

Sursee: Peterhans; Geri, Adekunle, Bieri, Ehrler; Graf, Selmani (76. Liloia); Wyder, Scherer (54. Souto), Lo Priore (87. Bolliger); Trost.

Bemerkungen: Solo­thurn ohne Nastoski, Veronica (beide verletzt), Kohler (Militär), Russo, Schrittwieser, Nedzipi und Momoh (alle Junioren). Sursee ohne Pinto, Huber und Vrazic (alle verletzt). – 45 (+1.). Waylon Grosjean rettet auf der Linie nach eigenem Schnitzer. – Ver­war­nun­gen: 45. Graf (Unsportlichkeit), 51. Bieri, 52. Scherer und 85. Fleury (alle Foul). – Eck­bälle 4:3 (1:1).

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker von Pius Rüegger:

Liveticker FC Solothurn - FC Sursee

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