Fussball
1:0 gegen Schötz: Ein wichtiger Sieg für die Moral beim FC Grenchen

Das Team von Trainer Najib Melhli besiegt den FC Schötz dank eines frühen Tores von Fitim Sadriji mit 1:0. Der Gäste-Torhüter Jeffrey Bossert musste nach einem frühen Zusammenprall mit Doua kurz nach dem Gegentreffer ausgewechselt werden.

Mike Brotschi
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Grenchen gegen Schötz
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Grenchens Aram Eliassi bejubelt den Sieg seines Teams.
Grenchens Stephane Doua (l.) im Kampf um den Ball gegen Schötz' Luca Ferricchio.
Der fatale Zusammenprall: Schötz' Torhüter Jeffrey Bossert (r.) musste wegen den Folgen dieses Zusammenpralls mit Grenchens Stephane Doua später ausgewechselt werden.
Grenchens Siegtorschütze Fitim Sadriji (l.) und Aram Eliassi beim Jubel.

Grenchen gegen Schötz

Marcel Bieri

Zu Beginn benötigte es beim Grenchner Schlussmann die ganze Aufmerksamkeit, als er gegen den alleine anstürmenden Gemperle hervorragend reagierte. Praktisch im Gegenzug kam es zwischen dem Schötzer Goalie und dem bulligen Doua zu einem folgenschweren Zusammenstoss, wobei der Luzerner minutenlang benommen liegen blieb. Trotz seiner Angeschlagenheit wollte er weiterspielen. Doch dieser Entscheid war ein Fehler, wie sich in der 12. Minute herausstellte.

Sadriji wurde mit einem langen Ball hinter die Abwehrreihe angespielt. Ohne lange zu fackeln köpfelte er über den immer noch benommenen Bossert hinweg zum frühen 1:0 ein. Darauf musste der Goalie ausgewechselt werden. Eine Diagnose im Spital deutete auf eine Hirnerschütterung hin. Die Gäste konnten sich von diesem Schlag nicht erholen. Es gelang auch keinem der beiden Teams einen gepflegten Spielaufbau aufzuziehen.

Die Partie wurde zunehmend ruppiger. Vor allem Doua musste einiges einstecken, was seinen Kontrahenten denn auch gleich zwei Verwarnungen einbrachte. Kurz vor der Pause kamen die Gäste zu einem Freistoss aus vielversprechender Position. Saliu nahm Anlauf, zirkelte den Ball aber um wenige Zentimeter am entfernten Lattenkreuz vorbei.

Angeschlagener Nastoski musste bald raus

Zu Beginn der zweiten Hälfte probierte es Sadriji gleich mit einem beherzten Distanzschuss. Der Ball flog aber knapp am rechten Pfosten vorbei. Danach merkte man, dass sich die Gäste für die zweite Hälfte etwas vorgenommen hatten. Die Partie wirkte wesentlich animierter und es kam zu Strafraumszenen auf beiden Seiten.

In der 52. Minute hatte Gemperle den Ausgleich auf dem Fuss, verzog aber aus kurzer Distanz. Pech dann für die Platzherren, als Coach Melhli den angeschlagenen Nastoski – er zeigte trotz Fieber eine gute Partie – auswechseln musste. «Nach einer Stunde sah ich nur noch Sterne und musste leider aufgeben» sagte der Interimscaptain. Gleichzeitig hatten die Grenchner aber auch Glück, weil der Schiedsrichter in dieser Spielphase ein Tor der Schötzer wegen Offside aberkannte.

Die Führung über die Zeit gebracht

Schötz-Trainer Kramis verstärkte für die letzte Viertelstunde die Offensive, nahm Hügi heraus und brachte Kottmann. Die Grenchner brachten aber den Eintore-Vorsprung über die Runden. Punkt 18.54 Uhr war der erste Saisonsieg perfekt und es wurde entsprechend gejubelt. «Dieser Sieg ist gut für unsere Moral» freute sich FCG-Trainer Najib Melhli nach dem ersten Vollerfolg.