Volleyball
0:3-Pleite für Volley Schönenwerd gegen Lausanne zum Start der NLA-Saison

Die neue Saison begann für die Schönenwerder Volleyballer so, wie die letzte aufgehört hatte: mit einem Duell gegen den Lausanne Université Club. Im Frühling waren die Niederämter in der Best-of-3-Serie noch klar überlegen. Der Lohn dafür war die Bronzemedaille. Lausanne avancierte in der Vorsaison zu Volley Schönenwerds Lieblingsgegner.

Raphael Wermelinger
Merken
Drucken
Teilen
Schönenwerds Passeur Leon Dervisaj (rechts) im Duell am Netz mit Lausannes Matchwinner Adrien Prével.

Schönenwerds Passeur Leon Dervisaj (rechts) im Duell am Netz mit Lausannes Matchwinner Adrien Prével.

Markus Müller

Das erste Kräftemessen zum Auftakt in die Meisterschaft 2017/18 verschliefen die Schönenwerder aber komplett. Gleich mit 17:25, 15:25 und 15:25 wurde das Team, welches neu vom Estnischen Duo Rainer Vassiljev und Verro Indrek gecoacht wird, in der eigenen Halle von den Waadtländern vorgeführt.

Dabei wäre zu erwarten gewesen, dass nach der Sommerpause eher das Team aus Lausanne sich zuerst noch finden musste. Mit Jonas Kvalen (Norwegen), Vadzim Pranko (Weissrussland), Nicholas Del Bianco (Kanada), Adrien Prével (Frankreich) und Dennis Del Valle (Puerto Rico) standen bei den Westschweizern gleich fünf neue Spieler in der Startaufstellung.

Lausannes Fadenzieher: Julien Carrel

Die einzige Konstante ist Passeur Julien Carrel, der schon seit vielen Jahren unnachahmlich die Fäden zieht bei Lausanne. Auf Schönenwerder Seite stand zu Beginn ein Neuer auf dem Feld: der Niederländer Fabian Plak, zusammen mit dem dienstältesten des Teams, Christoph Hänggi, auf der Mitteposition. Aussen spielten wie in den letztjährigen Playoffs Leandro Gerber und der Este Kristo Kollo.

Dazu der Spanier Daniel Rocamora auf der Diagonalen, als Libero Julian Fischer und Passeur Leon Dervisaj, der nach dem Rücktritt von Sébastien Chevallier nun die klare Nummer eins ist.

Kein Rezept gefunden

Im ersten Satz sorgte der Kanadier Del Bianco mit zwei wuchtigen Service-Winnern für eine Vier-Punkte-Führung für die Lausanner zur zweiten Auszeit. Bis zum Ende des Satzes verdoppelten die Gäste diesen Vorsprung. Die Schönenwerder fanden kein Mittel gegen den LUC-Block. Der letztjährige NLA-MVP, der Spanier Daniel Rocamora, war mit vier Punkten noch der erfolgreichste Angreifer des Heimteams. Es sollte bis zum Ende des Spiels nur noch ein weiterer Punkt dazukommen.

In der Startphase des zweiten Durchgangs setzte Schönenwerds neuer Captain, Leandro Gerber, mit einem Punkt vom Service aus zum 6:7 zwar ein Ausrufezeichen, danach sorgten allerdings nur noch die Waadtländer für die guten Szenen. Zum Beispiel Libero Del Valle mit spektakulären Rettungsaktionen oder Adrien Prével, welcher mit druckvollen Aufschlägen und Angriffen herausragte.

Kaum eine Reaktion von den Gastgebern

Mit 25:15 entschied der siebenfache Schweizer Meister auch den zweiten Durchgang locker für sich. Und es kam keine Reaktion mehr von den Gastgebern. Diese überliessen sich im dritten Satz ihrem Schicksal. LUC-Aussenangreifer Prével sorgte mit einer guten Serviceserie für ein erstes frühes Polster (10:6).

Wenig später blockte die Lausanner Mauer Rocamora zum 12:7 und direkt im Anschluss Kollo. Es war ernüchternd für die Schönenwerder, welche sich in der Folge gleich noch zwei weitere unnötige Fehler leisteten.

Schwacher Trost für Schönenwerd

Schon lag Lausanne wieder vorentscheidend mit 15:7 vorne. Dass in der Schlussphase die Talente Yves Roth, mit vier Punkten der Beste des Heimteams im dritten Satz, und Dominic Häfliger, welche auf diese Saison vom NLB-Team in die erste Mannschaft befördert wurden, glänzen konnten, war ein ganz schwacher Trost für Volley Schönenwerd.

Auch der dritte Satz ging mit 15:25 an Lausanne und die Niederämter müssen nach diesem chancenlosen Auftakt über die Bücher. Am nächsten Samstag wartet das Auswärtsspiel beim Aufsteiger Uni Bern auf das Team von Rainer Vassiljev.

Ebenfalls zu lockeren Siegen kamen am ersten Spieltag der neuen Saison der VBC Einsiedeln gegen Uni Bern und Volley Luzern auswärts beim TSV Jona. Ins Tiebreak ging das Duell der beiden Traditionsklubs Chênois und Näfels. Die Glarner behielten das bessere Ende für sich.

Telegramm

Schönenwerd – Lausanne 0:3

Erlimatthalle Däniken. – 315 Zuschauer. – SR: Nellen/Stanisic. – Satzresultate: 17:25 (23’), 15:25 (24’), 15:25 (22’).

Schönenwerd: Kollo, Rocamora, Plak, Gerber, Hänggi, Dervisaj, Fischer (Libero); Roth, Jucker, Häfliger.

Lausanne: Carrel, Kvalen, Zerika, Pranko, Del Bianco, Prével, Del Valle (Libero); Benesh, Kaeser.

Bemerkungen: Schönenwerd ohne Hofstede (verletzt).